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Ausbildungsmarkt: Nur 44 Prozent wählten duale Ausbildung

8. November 2017 von
Fast 30 Prozent entschieden sich für eine weitere Schulausbildung oder ein Studium. Symbolbild: pixabay
Salzgitter. Zum Abschluss des Berufsberatungsjahres 2016/2017 veröffentlichte die Agentur für Arbeit eine Bilanz. Daraus geht hervor, dass im Landkreis lediglich 43,8 Prozent der gemeldeten Bewerber für eine Ausbildungsstelle eine duale Ausbildung begannen.

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Gerald Witt, Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, beobachtet nicht ohne Sorge den Trend zu Ausbildungsalternativen. „Für viele junge Menschen muss der Weg in die duale Ausbildung wieder Plan A werden. Die Wirtschaft sucht händeringend Nachwuchs und nicht für jeden ist der Weg zum Abitur auch zielführend. Auch mit einer Ausbildung als Grundlage steht die Karriere weiterhin in viele Richtungen offen – bis hin ins Studium“, umschreibt er die Situation in einer Pressemitteilung.

Der Ausbildungsmarkt habe sich in den letzten Jahren gewandelt und die Situation werde sich in den kommenden Jahren verschärfen, da zunehmend weniger Schulabgänger zur Verfügung ständen. Angesichts dieser Herausforderungen wirbt Witt bei den Betrieben darum, nicht nur den Klassenbesten im Blick zu haben. „Die Devise in den kommenden Jahren lautet ‚Talente entdecken‘. Beim starren Festhalten an Formalien, wie beispielsweise an einen bestimmten Schulabschluss oder konkreten Noten, wird die Azubi-Stelle nur noch schwer zu besetzten sein. Ich glaube, dass wir flexibler werden müssen“, so Witt weiter.

Schule oder Studium als Alternative zur Ausbildung

Von den im letzten Berufsberatungsjahr gemeldeten 745 Bewerbern entschieden sich 211 – also 28,3 Prozent – für eine weitere Schulbildung beziehungsweise die Aufnahme eines Studiums. 326 Bewerber, was 43,8 Prozent entspricht, fingen eine Berufsausbildung an.

Zum 30. September waren noch sechs Bewerber unversorgt. Gleichzeitig waren zu dem Zeitpunkt 30 Ausbildungsstellen unbesetzt.

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