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Bahnaktionstag der IG Metall

7. November 2017
Rund 80 Vertrauenleute kamen zum Bahnaktionstag. Foto: IGM/Karliczek
Salzgitter. Wie die IG Metall informiert, diskutierten am gestrigen Montag bei Bahnaktionstag rund 80 Vertrauensleute mit Jürgen Kerner über die Zukunft der Bahnbranche und den Zusammenschluss von Alstom Transport und Siemens Mobility.

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Die Gewerkschafter sind sich einig, dass ein sinnvolles Mobilitätskonzept für die Zukunft eine starke Schiene braucht. Ein starker Schienenverkehr gewährleistet Mobilität, schützt Klima und Gesundheit.

„Die Bahnindustrie steht unter enormen Druck. Auf der einen Seite wird die Bahnindustrie auf dem Weltmarkt in die Ecke gedrängt. Auf der anderen Seite wird die Bahnindustrie in Deutschland und Europa mehr gebraucht denn je. Wir stecken mitten in der Energiewende – und müssen nun gleichzeitig die Verkehrswende vorantreiben“, so Jürgen Kerner, Vorstandsmitglied der IG Metall.

Der Markt allein kann und wird es nicht richten. Deshalb erwarten die Beschäftigten bei Alstom von den politischen Entscheidungsträgern in Deutschland und Europa eine innovations- und beschäftigungsorientierte Branchenpolitik.

Blick über den europäischen Tellerrand hinaus

„Der Zusammenschluss von Alstom Transport und Siemens Mobility ist auch ein europapolitisches Projekt. Wer einen starken, international wettbewerbsfähigen und europäischen Bahnkonzern möchte, darf bei der Frage des Kartellrechts nicht nur durch die europäische Brille sehen, sondern muss deutlich über den europäischen Tellerrand hinausblicken“, sagte Carsten Bremer von der IG Metall Salzgitter-Peine.

„Wir haben für die Zusammenlegung der Bahnsparten von Alstom und Siemens eine Standort und Beschäftigungssicherung geregelt, wie sie auch in der restlichen Siemens AG gilt. Doch an der aktuellen Auseinandersetzung in der Energiesparte wird sich zeigen, was die Zusagen des Managements wert sind“, sagte Jürgen Kerner deutlich in Richtung des Siemensvorstands. Carsten Bremer versicherte den Vertrauensleuten: „Wir werden ganz genau darauf achten, wie der Siemensvorstand die Zusagen aus der Standort und Beschäftigungssicherung umsetzt, wir stehen solidarisch an der Seite der Kollegen in der Energiesparte bei Siemens und sind streitbereit, falls der Rotstift in der Bahnsparte angesetzt werden sollte.“

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass sich das Zusammenspiel von Verkehrs-, Umwelt- und Wirtschaftsministerium in Deutschland mehr als schwierig gestaltet und die Entwicklung der Bahnindustrie eher hemmt als fördert. Jürgen Kerner unterstrich noch einmal die Notwendigkeit des heutigen, bundesweiten Bahnaktionstages: „Wir wollen die deutsche Politik wachrütteln! Wir schicken ein starkes Signal in Richtung Jamaika. Die künftigen Koalitionäre müssen das System Schiene stärken. Bahn bewegt Zukunft!“

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