Bauausschuss stimmt Ausbau der Danziger Straße zu

von Nino Milizia


Der Stadtplanungs- und Bauausschuss beschäftigte sich mit dem Ausbau der Danziger Straße. Foto: Nino Milizia
Der Stadtplanungs- und Bauausschuss beschäftigte sich mit dem Ausbau der Danziger Straße. Foto: Nino Milizia | Foto: Nino Milizia

Thiede. In der am heutigen Mittwoch stattgefundenen Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses wurde das Projekt "Ausbau der Danziger Straße" thematisiert und einstimmig angenommen. Die Baumaßnahme würde im Fall eines Beschlusses 1,989 Millionen Euro kosten, durch die Straßenausbaubeitragssatzung würden auch Anlieger zur Kasse gebeten.


Die Danziger Straße dient dem regionalen Verkehr zwischen Thiede und den Mittelzentren Peine und Wolfenbüttel und hat daher eine wichtige Verbindungsfunktion. Sie verbindet Thiede mit dem überregionalen Straßennetz und dient zur Erschließung der Wohngebiete. Jedoch entspricht der derzeitige Straßenaufbau nicht dem aktuellen Verkehrsaufkommen. Dies hat zur Folge, dass sich ein Großteil der Fahrbahn in einem miserablen Zustand befindet. Im Mittel wurde sie mit der Note 4,3 bewertet (1 entspricht "sehr gut" und 5 "sehr schlecht"). Es gibt keine Stellplätze in Parkbuchten und keine Radwege. Die Gehwege auf beiden Seiten befinden sich ebenfalls in einem schlechten Zustand.

Das Büro geo-log Ingenieurgesellschaft mbh stellte bei einer Betrachtung fest, dass die Fahrbahnoberfläche in Bezug auf Frostsicherheit und Tragfähigkeit gemessen an den heutigen Standards ungenügend ist. Bei einer Verkehrsstärke von 8.440 Fahrzeugen pro Tag erscheinen die Gegebenheiten untragbar.

Was ist geplant?


Zunächst einmal sollen die Defizite bei der Frostsicherheit und der Tragfähigkeit des Oberbaus beseitigt werden. Daher ist eine Erneuerung im Vollausbau zwischen den Einmündungen Schulring und Panscheberg auf einer Strecke von rund 700 Metern geplant. Die Fahrbahn soll zudem auf 7,50 Meter verbreitert werden. Geplant sind zudem Fahrbahnteiler als Überquerungshilfen für Fußgänger und zur Geschwindigkeitsdämpfung. Da Radwege neben der Fahrbahn aus Platzgründen nicht möglich sind, entschieden sich die Planer für das Markieren von Schutzstreifen für Radfahrer. Außerdem sollen die vorhandenen Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut und dazu mit Kasseler Bordsteinen und taktilen Bodenindikatoren ausgestattet werden.

Zudem sollen im Straßenabschnitt zwischen der Einmündung Am Alten Tor und dem Geitelder Weg am nördlichen Fahrbahnrand zwei Parkbuchten mit zwei beziehungsweise sechs Stellplätzen entstehen. Auf beiden Seiten werden neue Gehwege angelegt. Auch zum Landschaftsbild soll das Projekt Positives beitragen: Die Danziger Straße soll zu einer Allee aufgewertet werden. Dazu soll ein 3,50 Meter breiter und 166 Meter langer Fahrbahnteiler erstellt und mit neun Resista Ulmen bepflanzt werden. Zusätzlich soll nördlich des vorhandenen Gehweges zwischen dem Brotweg und der Dachdeckerei eine Reihe von 17 Bäumen gepflanzt werden, zwei weitere sollen südlich der Fahrbahn auf der Grünfläche vor der Einmündung Schulring hinzukommen. Die alten Straßenbeleuchtungsanlagen werden durch neue Masten mit LED-Aufsatzleuchten ersetzt.

Was wird die Baumaßnahme kosten?


Allein der Straßenbau wird 1.920.800 Euro verschlingen, hinzu kommen Kosten in Höhe von 68.200 Euro für die Straßenbeleuchtung. Auch für die Folgekosten wurden bereits Berechnungen angestellt. Demnach seien jährlich zirka 30.000 Euro für den Straßenbau und etwa 1.150 Euro für die Straßenbeleuchtung vorgesehen. Diese Kosten wird die Stadt jedoch nicht allein tragen, da die Maßnahme nach dem Niedersächsischen Kommunalabgabengesetz straßenausbaubeitragspflichtig ist.

Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil am tatsächlich beitragsfähigen Aufwand beträgt für die Fahrbahn, Randsteine und den Gehweg 20 Prozent und für die Parkflächen und Haltebuchten 60 Prozent. Glücklich schätzen konnen sich allerdings die Anlieger des Abschnitts Pappeldamm bis Danziger Straße Nr. 56, da sich dieser im Sanierungsgebiet der Sozialen Stadt „Steterburg“ befindet. In diesem Gebiet können keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden.

Das Projekt kann gefördert werden


Die Baumaßnahme kann mit Finanzhilfen des Landes gefördert werden. Grundlage bildet hier das Gesetz zur Entflechtung von Gemeinschaftsaufgaben und Finanzhilfen (Entflechtungsgesetz). Hierzu wurde bereits ein Antrag eingereicht, die zur Verfügung stehenden Mittel wurden vorbehaltlich in Aussicht gestellt.


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