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Erfolg bei Beratungshilfe für Zugewanderte aus dem EU-Ausland

14. März 2017 von
v.l.n.r. hinten: Dr. Roswitha Krum (Stadt Salzgitter Leiterin Fachdienst Kinder, Jugend und Familie), Britta Lüttge (SOS-Mütterzentrum), Petra Behrens-Schröter (Leiterin des Diakonischen Werkes Braunschweig); vorne: Susanne Löchner (SOS-Mütterzentrum), Justyna Zdanowicz (SOS-Mütterzentrum) , Andrada-Alina Adams (Diakonie), Katharina Sadlo (AWO)
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Lebenstedt. Träger und Fachkräfte ziehen positive Bilanz bei der Arbeit mit zugewanderten Menschen aus dem europäischen Ausland. Das Beratungsangebot wurde im ersten Jahr gut angenommen und übertraf alle Erwartungen.

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Bereits seit seinem Amtseintritt setzte sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel nach dem Leitspruch „Kinder fördern und Familien unterstützen“ sehr für die Weiterentwicklung Salzgitters zu einer kinder- und familienfreundlichen Lernstadt ein.

In diesem Zuge nahm die Stadt auch an der Ausschreibung für das Projekt „Zusammen in Bildung und Freizeit“ des Europäischen Hilfefonds für die am stärksten benachteiligten Personen (kurz EHAP) teil, welches eine beratende Hilfe für zugewanderte Menschen bieten soll. Im Jahr 2014 startete die Verwaltung das dafür notwendige Interessenbekundungsverfahren. Dafür ermittelte die Stadt betroffenen Gruppen von Menschen und prognostizierte die Zahl an Beratungen, die für deren erfolgreiche Integration anzunehmen sei.

Salzgitter darf helfen

Im letzten Jahr bekam Salzgitter grünes Licht für das Projekt und startete zusammen mit dem SOS-Mütterzentrum, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Diakonie ein umfängliches Beratungsangebot. Diese Kooperation sei es auch, die letztlich den entscheidenden Unterschied gemacht habe, erklärt Dr. Roswitha Krum, Leiterin Fachdienst Kinder, Jugend und Familie: „ein gut funktionierendes Netzwerk, nicht nur auf dem Papier.

Ziel sollte es sein, Menschen aus dem EU-Ausland bei der Inklusion zu helfen. Die größten Gruppen machen dabei Zugewanderte aus Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn aus. Gerade diese Menschen seien es, die oft „hinten runter fallen würden“. Nicht dem großen Flüchtlingsstrom angehörend, würde man den Menschen aus dem nahen EU-Ausland meist nicht genug Beachtung schenken. Doch gerade hier sei eine umfängliche Beratung dringend notwendig – zu groß seien die sprachlichen und gesellschaftlichen Unterschiede zwischen deren Herkunftsland und Deutschland.

Erfolgreicher Start

Ein Jahr liegt seit Projektstart nun zurück und alle Beteiligten ziehen eine durchweg positive Bilanz. Die Anzahl der tatsächlich durchgeführten Beratungen hätten das Ziel bei weitem übertroffen. Es seien rund doppelt so viele Hilfen geleistet worden, wie 2014 noch angenommen. Insgesamt vier Beratungsfachkräfte, aufgeteilt auf drei für das Projekt bewilligte Vollzeitstellen, hätten im letzten Jahr über 300 Beratungen durchgeführt. Dabei ginge es meist um sprachliche Förderung, Hilfe bei Amtsgängen und die Einführung in die deutsche Kultur. Besonderes Augenmerk würden man hier den Kindern schenken. Sie seien in jeder Familie ein guter integrativer Multiplikator und führten letztlich dazu, dass die Familien in Salzgitter gerne bleiben würden.


Hierhin können sich Hilfesuchende wenden:

AWiSTA Fredenberg
Kurt-Schumacher-Ring 4, 38228 Salzgitter
Telefon 05341-9027710
ehap@awo-salzgitter.de

SOS-Mütterzentrum
Hertastraße 6, 38259 Salzgitter
Telefon 05341-8864230
susanne.loechner@sos-kinderdorf.de

Diakonie Salzgitter
SeeViertel Treff Salzgitter
Riesentrapp 18, 38226 Salzgitter
Telefon 05341-866190
a.adams@diakonie-braunschweig.de

 

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