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Erneuerung der Gerhart-Hauptmann-Straße kostet 2,2 Millionen

16. Mai 2017 von
Archivfoto: Antonia Henker
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Thiede. In der nächsten Finanzausschusssitzung am 17. Mai beschäftigen sich die Mitglieder mit der Erneuerung der Gerhart-Hauptmann-Straße. Diese soll in drei Bauabschnitte unterteilt werden. Die Maßnahme wird drei Jahre dauern und zirka 2,2 Millionen Euro kosten.

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Notwendig wird die Maßnahme, da ein Großteil der Straße mit 5,0 (sehr schlecht) benotet wurde. Ein Baugrund- und Schadstoffgutachten zeugt davon, dass Frostsicherheit und Tragfähigkeit des Oberbaus nicht ausreichend sind. Bei einer Straßenlänge von 1,2 Kilometern und einer Verkehrsbelastung von 3250 Kraftfahrzeugen pro Tag soll die Sanierung in drei Bauabschnitten durchgeführt werden. Der erste Bauabschnitt zwischen Panscheberg und Adalbert-Stifter-Straße misst 485 Meter, der zweite zwischen Adalbert-Stifter-Straße und Matthias-Claudius-Straße 300 Meter und zwischen Matthias-Claudius-Straße und Pappeldamm 421,5 Meter. Pro Bauabschnitt rechnet man mit einem Jahr Bauzeit.

Während in den ersten Bauabschnitten die Fahrbahnbreite für eine Sammelstraße und der vorliegenden Verkehrsbelastung mit sechs Metern noch ausreichend ausfällt, beträgt sie im dritten lediglich 5,60 Meter, was der Fachdienst Tiefbau und Verkehr selbst als „sehr gering“ bezeichnet, jedoch auf Grund der örtlichen Gegebenheiten so beibehalten werden muss. Dafür soll der Kurvenbereich zwischen Panscheberg und Adalbert-Stifter-Straße abgeflacht und ausgeweitet werden. Die Bushaltestellen werden mit taktilen Bodenindikatoren sowie Buskapsteinen versehen und teilweise mit Fahrgastunterständen ausgestattet. Nur bei den Haltestellen mit Fahrtrichtung Pappeldamm wird darauf verzichtet, da laut KVG dort fast ausschließlich aussteigende Fahrgäste zu verzeichnen sind.

Auf die Anlieger kommen Beiträge von 388.000 Euro zu

Für Radfahrer kann allerdings nur wenig getan werden. Wegen der beengten Verhältnisse und der geringen Verkehrsstärke werden diese weiterhin auf einen eigenen Radweg verzichten müssen. Einen kleinen Trost gibt es jedoch: „Die zur Verfügung stehende Fläche wird als Übergangsbereich für den Radverkehr barrierefrei umgestaltet, um die problematische Verkehrssituation im Bereich des einmündenden Radweges aus dem Hagenholz zu entschärfen. Radfahrer und Radfahrerinnen sollen dadurch animiert werden, die Fahrbahn zu nutzen, um Konfliktsituationen auf den Gehwegen mit Fußgängern und Fußgängerinnen zu vermeiden. Der Oberbau im Übergangsbereich wird nach der gleichen Belastungsklasse ausgebildet wie die Fahrbahn. Die Oberfläche wird mit Heißplastik in roter Farbe beschichtet und zusätzlich mit Fahrrad-Piktogrammen zur Verdeutlichung als Radverkehrsfläche versehen. Weiterhin wird der Bereich für den Radverkehr mit einer durchgehenden, zweireihigen Gosse von der Fahrbahn für den KFZ-Verkehr abgetrennt,“ heißt es in der Beschlussvorlage.

Gemäß § 4 Straßenausbaubeitragssatzung beträgt der Anteil der Beitragspflicht bei öffentlichen Verkehrsanlagen mit innerörtlichem Verkehr für Fahrbahnen und Gehwege 30 Prozent. Somit kommen auf die Anlieger voraussichtlich zirka 388.000 Euro Anliegerbeiträge zu. Das Ende des dritten Bauabschnittes befindet sich allerdings im Gebiet der „Sozialen Stadt Steterburg“. Daher können dort keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden. Nach Abschluss der Sanierung werden dennoch Ausgleichsbeiträge gefordert. Diese beziehen sich auf den Gehweg mit einer Nettofläche von 15 Quadratmetern und auf die Fahrbahn mit einer Nettofläche von 40 Quadratmetern.

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