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Heerte: Gießereistraße soll verkehrsberuhigt erneuert werden

11. April 2018 von
Die Gießereistraße soll komplett erneuert werden. Grafik: Stadt Salzgitter
Heerte. Die Gießereistraße soll für 350.000 Euro von Grund auf erneuert und verkehrsberuhigt werden. Entsprechende Pläne wurden am Dienstag dem Ortsrat der Ortschaft West vorgestellt und sind am heutigen Mittwoch Thema im Stadtplanungs- und Bauausschuss. Die Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss.

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Die Gießereistraße ist ein Teil der Landesstraße 670. 2016 sei eine Baugrund- und Schadstoffuntersuchung durch das Büro geo-log Ingenieurgesellschaft mbH durchgeführt worden. Dabei sei festgestellt worden, dass die Anforderungen der Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen in Bezug auf die Tragfähigkeit und die Frostsicherheit nicht durchgängig erfüllt würden. Die alte Asphaltbefestigung sei asbesthaltig und werde als gefährlicher Abfall eingeordnet und sei nach den gültigen technischen Vorschriften zu entsorgen.

Der nun vorliegende Entwurf sei in Abstimmung mit dem in den Jahren 2009/2010 erarbeiteten Dorferneuerungsplan für SZ-Heerte erstellt worden. Auch die Anregungen aus dem Arbeitskreis Heerte, der am 29. November 2016 stattgefunden habe, seien in der Planung berücksichtigt worden. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan existiere nicht. Die Fahrbahn und Nebenanlagen sollen im Vollausbau erneuert werden.

Das ist geplant:

Die Fahrbahn soll sechs Meter breit in Asphaltbauweise hergestellt werden. In der Fahrbahnbreite ist an den Fahrbahnrändern je eine zweireihige Gosse aus Betongossensteinen enthalten. In den Einmündungen Bäckerklint und Bahnhofsallee ist die Befestigung der Fahrbahn in Pflasterbauweise vorgesehen. Hierfür wird Betonrechteckpflaster (herbstlaub) verwendet, welches bereits in der Einmündung in die Zingelstraße verwendet wurde.

Neben der neuen Fahrbahn wird an der Ostseite, südlich der Einmündung Bäckerklint, ein Parkstreifen für vier PKW eingeplant. Die Stellplätze werden in einer Breite von zwei Metern mit Natursteinpflaster befestigt. Nördlich der Einmündungen Bahnhofsallee und Bäckerklint soll jeweils ein neuer Baum gepflanzt werden. Am nördlichen Rand des Bauvorhabens sind weitere zwei Neupflanzungen geplant. Die neu zu pflanzenden Bäume sollen Ungarische Silberlinden sein. Östlich und westlich der Fahrbahn sind zwei Meter breite Gehwege geplant. Im Bereich der Haltestellen wird der Gehweg auf eine Breite von 2,50 Meter aufgeweitet. Die Befestigung der Gehwege erfolgt mit grauem Betonrechteckpflaster.

Möglichst barrierefrei

Im Zuge des Straßenbauprojektes soll soweit wie möglich den Grundsätzen einer barrierefreien Gestaltung gefolgt werden. Die Bushaltestellen werden mit Kasseler Bordsteinen und taktilen Bodenindikatoren barrierefrei ausgebaut. Ein neuer Fahrgastunterstand wird an der westlichen Richtungshaltestelle vorgesehen. Im Bereich der Einmündungen Bäckerklint, Bahnhofsallee und Zingelstraße werden „Nullabsenkungen“ zur Querung hergestellt. Sie werden für blinde Personen mit einem Sperrfeld gesichert.

Verkehrsberuhigte Ortseinfahrt

Im Bereich der Ortseinfahrt ist eine Maßnahme zur Verkehrsberuhigung geplant. Dafür wird die Fahrbahn auf eine Breite von 3,50 Meter verschmälert und um 2,50 Meter verschwenkt. Um das Befahren der Engstelle mit überbreiten landwirtschaftlichen Fahrzeugen trotzdem zu ermöglichen, wird ein 50 Zentimeter breiter Streifen entlang der Einengung für diese Art von Fahrzeugen befahrbar gestaltet. Die durch die Verschwenkung entstandenen Grünflächen sollen mit Hecken der Art Liguster Vulgare Lodense bepflanzt werden. Des Weiteren soll das Willkommensschild, welches zurzeit hinter der Einmündung Bäckerklint steht, in die östliche Grünfläche der Fahrbahneinengung versetzt werden.

Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird ebenfalls erneuert und modernisiert. Die vorhandenen fünf Beleuchtungsmaste werden durch neue Maste ersetzt und mit LED-Leuchten ausgerüstet. Die Oberflächenentwässerung erfolgt zukünftig über zweireihige Entwässerungsrinnen mit Straßenabläufen und Anschluss an die vorhandenen Regenwasserkanäle. Im südlichen Bereich der Baumaßnahme erfolgt eine Entwässerung in die östlich der Fahrbahn gelegene Mulde.

In diesem Jahr soll es losgehen

Die von der Straßenbaumaßnahme betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer wurden am 13. Februar im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das Projekt, sowie die voraussichtliche Höhe der auf sie zukommenden Straßenausbaubeiträge informiert. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Fragen der Betroffenen beantwortet. Die Durchführung der Baumaßnahme soll nach dem erforderlichen Projektbeschluss und der Bereitstellung der erforderlichen Mittel voraussichtlich in diesem Jahr erfolgen.

Anwohner zahlen mit

Die Maßnahme ist straßenausbaubeitragspflichtig. Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil am tatsächlich beitragsfähigen Aufwand beträgt für die Fahrbahn und den Gehweg 20 Prozent und 60 Prozent für die Parkstände. Die Abrechnung erfolgt gemeinsam mit dem 1. Bauabschnitt (Zingelstraße).

Nach der formalen Bewerbung beim Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig (ArL) wurde Heerte in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen.  Für die Baumaßnahme wurde ein Teil der Fördermittel (für Nebenanlagen, einschließlich Bordanlagen und für die Beleuchtung) beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung der (ArL Braunschweig) beantragt. Der Zuwendungsbescheid liegt zwischenzeitlich vor.

Minimalstandard

Die vorgeschlagene Straßenbaumaßnahme sei grundsätzlich nach dem Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit geplant worden. Maßgebend hierfür sei die Umsetzung eines „Minimalstandards“, den die allgemein anerkannten Regeln der Technik darstellen. Hierzu zählen die Vorgaben der Straßenbaurichtlinien zum Beispiel zu den Ausbauquerschnitten, der erforderlichen Beleuchtung, der Entwässerung der Straße und den Oberflächenbefestigungen.

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