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Neue Abkochempfehlung: Schon wieder Probleme mit dem Wasser

6. Januar 2017
Bitte wieder das Wasser mindestens 3 Minuten abkochen! Foto: Alexander Panknin
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Salzgitter. Soeben haben die WEVG und das Gesundheitsamt eine Wiederaufnahme beziehungsweise Aufrechterhaltung der Abkochempfehlung für die von der Schutz-Chlorung betroffenen Stadtteile ausgesprochen. Es gibt eine erneute Überschreitung der zulässigen Trinkwasser-Grenzwerte.

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Bezogen auf die Trinkwasserqualität in den Salzgitter Stadtteilen Beinum, Flachstöckheim, Groß Mahner, Lobmachtersen und Ohlendorf gab die Stadt neue Informationen bekannt:

Wegen technischer Probleme im Zuge der Schutz-Chlorung mussten die Dosieranlagen gewechselt werden. Bei anschließend zusätzlichen Probenahmen ist dabei eine erneute geringe Überschreitung des in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwertes von coliformen Keimen festgestellt worden. Deshalb sprechen die WEVG und das Gesundheitsamt der Stadt Salzgitter für die Stadtteile Groß Mahner, Ohlendorf, Beinum und Flachstöckheim wieder die Abkochempfehlung aus. Die Abkochempfehlung für Lobmachtersen bleibt bestehen.

Zum Schutz der Gesundheit werden die Bewohner der betroffenen Stadtteile gebeten, das Trinkwasser für die Dauer von mindestens 3 Minuten sprudelnd abzukochen, sofern es zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet wird.

Auch an das Wasser, zum Beispiel für Mundduschen, zum Zähneputzen, für Wassersprudler, die Eiswürfelbereitung, Lösen von Medikamenten und so weiter, sollte gedacht werden. Körperpflege wie zum Beispiel Duschen ist von der Abkochempfehlung nicht betroffen.

Sobald die Trinkwasserqualität wieder hergestellt ist, werden die Bewohner darüber informiert.

Die Schutz-Chlorung in den Stadtteilen Beinum, Flachstöckheim, Groß Mahner, Lobmachtersen und Ohlendorf wird gemäß der Trinkwasserverordnung mit angepasster Dosierung fortgesetzt. Geschmack und Geruch des Trinkwassers können in dieser Zeit dadurch beeinflusst sein. Gefahren für die Gesundheit bestehen durch die Schutz-Chlorung nicht.

Die parallel laufende Ursachenforschung hat zu der gesicherten Erkenntnis geführt, dass es bei Verbindungsarbeiten der Transportnetzleitung in der Baugrube am Knotenpunkt Groß Mahner durch unsachgemäße Ausführung einer Fremdfirma zu einem Erdeintrag in der Baugrube gekommen ist. Zusätzlich konnten auf dem betroffenen Teilstück des Transportleitungsnetzes zwei defekte Be- und Entlüfter identifiziert werden, die zu einem weiteren Eintrag geführt haben. Die WEVG hat nach dieser Erkenntnis als Sofortmaßnahme zu den technischen Routineprüfungen im Wasserversorgungsnetz eine zusätzliche Kontrolle sämtlicher Be- und Entlüfter durchgeführt, hier wurden keine weiteren Schäden gefunden.

Die Einwohner der betroffenen Stadtteile haben in den vergangenen Wochen Einschränkungen im Alltag und auch erhöhte Kosten zu tragen. Die WEVG wird sich nach Behebung der Störung darum kümmern, wie sie die Kunden für ihre Einschränkungen und Geduld entschädigen kann.

Die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Stadtteilen werden heute per Handzettel informiert.

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