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Positives Feedback der Kliniken zum „Sternenkind“-Projekt

10. Dezember 2017 von
Die Kliniken der Region äußerten sich zum Sternenkind-Projekt. Fotos: dein-sternenkind.eu
Wolfenbüttel. Vor kurzem berichteten wir über zwei Sternenkind-Fotografen aus der Region, die würdevolle und einfühlsame Fotografien sterbender oder bereits verstorbener Babys anfertigen. regionalHeute.de hat nun einmal bei den Kliniken der Region nachgefragt, was sie von der Organisation "Dein Sternenkind" halten und ob eine Kooperation möglich wäre.

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„Wir haben keine Kooperation mit den Sternenkind-Fotografen. In unserem Haus machen das in einem Trauerteam engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Wunsch der Eltern in der Regel selbst“, erklärte Michael Siano vom Städtisches Klinikum Braunschweig gegenüber regionalHeute.de. Jeweils im Dezember finde zudem ein Gedenkgottesdienst in der Pauli-Kirche statt. Auch habe es bisher keine Anfrage von Seiten der Fotografen gegeben. Eine generelle Einschätzung des Projektes könne man von Seiten des Klinikums daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben.

„Wir kooperieren aktuell mit keinem Fotografen, der explizit Sternenkinder fotografiert“, erklärte auch Isabella Adam von der Helios St. Marienberg Klinik in Helmstedt. Einer möglichen Kooperation gegenüber habe sich die Krankenhausseelsorge sehr offen gezeigt, so Adam weiter. Generell sei man sich in der Helios St. Marienberg Klinik einig, dass das Sternenkind-Projekt eine wichtige Unterstützung in der Trauerbewältigung darstellt. Das Projekt soll daher in naher Zukunft im Bereich der Geburtshilfe diskutiert werden.

Klinikum Wolfenbüttel mit sehr guten Erfahrungen

„Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, zu unserer und der Zufriedenheit der betroffenen Patienten. Wir nutzen Flyer und stehen in Kontakt mit den Eltern“, berichtet Martha Thomaschewski vom Städtischen Klinikum Wolfenbüttel. Die Kooperation bestehe seit mittlerweile zwei Jahren. Generell bewertet das Klinikum das Projekt „Dein Sternenkind“ als sehr gut.

Bisher hat lediglich das Städtische Klinikum Wolfenbüttel Erfahrungen mit Sternenkind-Fotografen sammeln können.

„Das Sternenkind-Projekt sehe ich sehr positiv. Es hilft betroffenen Eltern in dieser schwierigen Situation. Der Verlust ihres Kindes, noch bevor es zur Welt kam, ist ein Trauma, das schwer zu verarbeiten ist. Wir stehen schon lange mit Mitgliedern des Vereins in Kontakt, die uns für die Sternenkinder Strampler und Mützen in den entsprechenden Größen zur Verfügung stellen. Ein würdiger Abschied und Erinnerungsfotos helfen allen Betroffenen,“ erörtert Ute Lejon, Kreißsaal-Oberärztin der geburtshilflichen Abteilung der Asklepios Harzklinik Goslar.
Und Susanne Teuteberg, Leitende Hebamme in der Asklepios Harzklinik Goslar, ergänzt: „Es ist ein wichtiges, gutes Projekt. Auch wenn wir nur eine vergleichsweise kleine geburtshilfliche Abteilung haben, und diese stille Geburten bei uns sehr selten vorkommen, könnten wir uns eine Kooperation mit solchen Fotografen des Projekts vorstellen.“

Das Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig hält das Sternenkind-Projekt für „eine sehr schöne Idee“, wie Anja Schweers aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit mitteilte. Da das HEH jedoch über keine Geburtsstation verfüge, sei eine Kooperation nicht passend.

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