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Salzgitter ist kein unüblicher Ort für Bombenfunde

14. Juli 2017 von
Nur unlängst der A39 wurde ein gefährlicher Sprengkörper gefunden. Mit ihren 300 Kilogramm Sprengkraft gehörte die Fliegerbombe schon zu einem der größeren Exemplare. Symbolfoto: Foto: Alexander Panknin; Robert Braumann
Bleckenstedt. Am späten Nachmittag wurde gestern im Zuge der Bauarbeiten an der A39-Anschlussstelle Lebenstedt-Nord eine alte Fliegerbombe gefunden. Der aus Hannover angeforderte Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte den amerikanischen Sprengkörper ohne Zwischenfälle entschärfen. regionalHeute.de sprach mit dem zuständigen Sprengmeister Ralf Reisener.

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Es handelte sich um ein Modell der Amerikaner aus dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatten Kollegen das Gebiet genauestens sondiert, da es auf Luftbildaufnahmen verdächtige Sichtungen gegeben hatte, erklärt Reisener. Für rund eine Stunde habe die Polizei ein Gebiet im Umkreis von 1.000 Metern um den Fundort räumen müssen. Davon betroffen war auch der Verkehr auf der A39. Die Entschärfung selber ging relativ problemlosen vonstatten. Nur der Zünder sei durch das Alter der Bombe verklemmt gewesen und habe einen etwas beherzteren Einsatz erfordert. Um 17 Uhr konnte der Bombenexperte dann Entwarnung geben, daraufhin wurde der unschädlich gemachte Sprengkörper zur Kampfmittelbeseitigung abtransportiert.

Salzgitter sei dabei aber kein unüblicher Fundort. Während des Krieges habe es hier viele Industrieanlagen gegeben, ein geeignetes taktisches Ziel für die amerikanischen Streitkräfte. Nicht jede Bombe hätte sein Ziel allerdings erreicht, so seien hier bereits viele Sprengkörper geborgen worden. Man kann davon ausgehen, das im Raum Salzgitter noch manch ein tödlicher Sprengsatz in der Erde ruht. 

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