Umgestaltung Salzgittersee: Fraktionen wollen Bürger beteiligen

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Salzgittersee Blick vom Nordufer entlang der Strandpromenade. Foto: Alexander Panknin
Salzgittersee Blick vom Nordufer entlang der Strandpromenade. Foto: Alexander Panknin | Foto: Alexander Panknin

Salzgitter. Der Salzgittersee soll weiterentwickelt werden. In einem gemeinsamen Antrag definieren die Ratsfraktionen der SPD, M.B.S. und Grünen ein genaues Vorgehen für die Planungsphase. Dies sieht vor allem eine größtmögliche Bürgerbeteiligung vor.


Die Fraktionen begrüßen das Masterkonzept zur "Weiterentwicklung Salzgittersee" derAllianz für die Region aus 2015 als übergeordneten Rahmen für die gesamte Seeentwicklung. Nun sollen die einzelnen Themenbereiche und Projektideen weiterentwickelt und konkretisiert werden.

Die Verwaltung solldaher damit beauftragt werden, ein Ziel- und Strukturkonzept für die Weiterentwicklung des Salzgittersees mit den Themenräumen rund um den See und dem potentiellen Stadtquartier am See unter Einbindung eines Lenkungskreises aus Vertretern der Ratsfraktionen und Vertretern der Verwaltung zu erarbeiten.

Grundlage dafür solldas Masterkonzept unter Einbindung der vom Rat beschlossenen Umgestaltung der Uferpromenade zwischen Hafen und DLRG-Station sein.

Die Weiterentwicklung der Konzeptfindung soll - nach Vorbereitung in einer Kick-off-Veranstaltung - im Rahmen eines Workshop-Verfahrens mit dem Lenkungskreis erfolgen. An diesem Prozess soll auchdie Allianz für die Region beratend teilnehmen, ebenso derRegionalverband. Die konzeptleitende Moderation soll durch das am Masterkonzept der Allianz für die Region beteiligte Planungsbüro erfolgen. Die dazu erforderlichen Haushaltsmittel könntenaus dem vorhandenen Haushaltsansatz ‘Bau einer Seepromenade‘finanziert werden.

Bürgerbeteiligung


Nach Abschluss des Konzeptfindungsprozesses und vor dem Beschluss einer weitergehenden, detaillierten technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsuntersuchung sollendie See-Anrainer und die Bürgerschaft in geeigneter Form beteiligt werden. Denkbar wäre dafür, laut den Fraktionen, eine Bürgerwerkstatt. Die dort ermitteltenAnregungenkönnten dann in den Plan aufgenommen werden. Der Prozess Workshopverfahren und Bürgerbeteiligung sollte bisMitte Oktober 2017 abgeschlossen werden.

Insgesamt sollten drei Workshops durchgeführt werden; die Inhalte sollen in einer Kick-off-Veranstaltung mit dem Lenkungskreis festgelegt werden. Der Aufbau soll prozessual sein, so dass die Inhalte mit Erkenntnisgewinn von Workshop zu Workshop nachgesteuert werden können.

Workshop-Inhalte


Folgende Themenvorschläge haben die SPD, M.B.S. und Grüne für dieWorkshops definiert:

- Zusammenwirken und Entwicklung der Angebote Seenutzung mit offenem Seeufer und neuer Quartiersnutzung Wohnen
- Grobe Strukturierung der Entwicklungsflächen und Herausarbeitung sinnvoller Planungs- und Bauabschnitte mit ihrer Infrastruktur
- Einbindung der Seeentwicklung in die innerstädtische Entwicklung und Anbindung an den ÖPNV
- Strategie der Entwicklung/Entwicklungsverfahren, Beteiligung der Stadt und Lenkung des Prozesses durch die Stadt, Einbindung von Entwicklern/Investoren
- Erarbeitung der Inhalte einer technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie
- Form der Bürgerbeteiligung

Der daraufhin durchzuführende Grundsatzbeschluss zur Durchführung einer detaillierten technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie soll in der Dezembersitzung 2017 des Rates erfolgen.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen laut Vorlage bis zum drittenQuartal 2018 vorliegen, um dann konkrete Projekte und Maßnahmen beschließen zu können.


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