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Verzweifelter Vater fühlt sich von Stadt im Stich gelassen

2. November 2017 von
Florian Becker berichtet im Interview über seine missliche Lage. Video/Foto: Alexander Panknin
Salzgitter. Der 31-jährige Florian Becker ist alleinerziehender Vater und wohnt seit kurzem in Salzgitter. Leider geriet er dadurch auch in Geldnot, der dringend benötigte Unterhaltsvorschuss wurde ihm von der Stadt noch nicht bewilligt. Sein Antrag läge seit Monaten unbearbeitet beim Jugendamt. regionalHeute.de hat den jungen Vater zuhause besucht.

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Zuvor sei es nie ein Problem gewesen, das ihm zustehende Geld zu bekommen, als er noch in Braunschweig gelebt habe, berichtet Becker. Nun in Salzgitter würde sich die Situation ganz anders darstellen. Obwohl er berechtigt sei und trotz mehrfacher Nachfrage beim Jugendamt, müsse er immer noch auf das Geld warten. Die Stadt habe Becker bislang nur vertröstet.

Verzögerte Bearbeitung

Kern des Problems seien die Änderungen im Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) Mitte dieses Jahres. Wegen verfassungsrechtlicher Bedenken kam es zu einer Verzögerung bis zur Aufnahme des Entwurfes ins Bundesgesetzblatt. So ließ die abschließende Unterschrift von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beinahe ein halbes Jahr auf sich warten. Eine Zeit, in der den Kommunen nach eigenen Angaben „die Hände gebunden gewesen seien“ (regionalHeute.de berichtete). Anträge nach dem UVG lagen dadurch vorerst unbearbeitet auf den Schreibtischen der Jugendämter und werden erst jetzt sukzessive abgearbeitet. Ein Zustand, der Familien bis an die Belastungsgrenze bringt – so auch im Falle von Florian Becker.

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