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Zwischenfall in Thune: Radioaktive Flüssigkeit verschüttet

28. November 2017 von
Nach dem Zwischenfall in Braunschweig-Thune soll für die Bevölkerung aber keine Gefahr bestehen. Symbolfoto: Archiv
Braunschweig. Bei der Firma GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG in Braunschweig-Thune hat es am letzten Mittwoch einen Zwischenfall bei der Produktion von Kapseln mit radioaktivem Jod für die medizinische Schilddrüsentherapie und -diagnostik gegeben. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz am gestrigen Montag mit.

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Beim Ausschleusen eines Abfallbehälters aus einer Produktionsbox wurden demnach zirka 40 Milliliter radioaktiv belastete Flüssigkeit verschüttet. Die Produktion wurde nach Angaben des Ministeriums sofort eingestellt und der betroffene Bereich unter Einhaltung aller erforderlichen Strahlenschutzmaßnahmen dekontaminiert. Das Ministerium sei von der Firma fristgerecht informiert worden und habe daraufhin vor Ort alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst.

Keine Gefahr für Bevölkerung

Unter Zuziehung von Fachleuten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurden Proben aus der Raumluft des Produktionsbereichs und zur Beweissicherung Bodenproben in der Umgebung der Betriebsstätte genommen. Über die Raumabluft kam es zu einer Freisetzung von Jod-131 an die Umgebung. Dabei wurde die mit der Genehmigung festgelegte Tagesabgabe um rund 40 ­Prozent überschritten. Ausbreitungsberechnungen ergaben jedoch keine nachweisbaren Messwerte für die Umgebung. Auch der Jahresgrenzwert für die Ableitung über die Luft werde weiterhin sicher eingehalten. Eine Gefährdung der Bevölkerung und der Umwelt bestehe nicht. Eine Überschreitung der Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung könne nach derzeitigem Erkenntnisstand des Umweltministeriums ausgeschlossen werden. Durch den Vorfall kam es bei drei Mitarbeitern, die mit den Dekontaminationsarbeiten betraut waren, zu erhöhten Personendosen. Die Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung für strahlenexponierte Personen wurden jedoch nicht überschritten.

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