2 Jahre und 9 Monate: Emire-Schütze muss ins Gefängnis

14. August 2018 von
Hier sind die folgenschweren Schüsse gefallen. Nun wurde der Täter schuldig gesprochen. Foto: Dieter Schneider/Archiv
Braunschweig. Nun ist das Urteil gefallen: Das Braunschweiger Landgericht sprach den 69-Jährigen, der in der vergangenen Silvesternacht in Salzgitter-Thiede mehrere Pistolenschüsse abgegeben hatte und dabei die 12-jährige Emire schwer verletzte, am heutigen Dienstag wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Die Freiheitsstrafe beträgt 2 Jahre und 9 Monate.

Medienberichten zufolge wird die Haftstrafe dabei entgegen der Forderung der Verteidigung nicht zur Bewährung ausgesetzt. Der Verteidiger forderte eigentlich eine zweijährige Bewährungsstrafe, die Staatsanwaltschaft eine dreijährige Freiheitsstrafe. Nun muss der Schütze, ein 69-jähriger Cafébetreiber, für 2 Jahre und 9 Monate hinter Gittern.

Hintergrund:

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, in der Silvester-Nacht am 1. Januar aus dem geöffneten Fenster seines Cafés in Salzgitter mindestens sieben Schüsse aus einer scharfen Waffe in Richtung des Gehwegs der gegenüberliegenden Straßenseite abgegeben zu haben, auf dem sich zu der Zeit zahlreiche Menschen aufhielten, so die Staatsanwaltschaft. Einer dieser abgegebenen Schüsse traf die damals 12-jährige Emire von hinten links. Es kam hierbei zu einem Durchschuss unter anderem der Lunge, so dass das Opfer unverzüglich im Krankenhaus behandelt und notoperiert werden musste. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass es sich bei dem Geschehen nicht um ein Versehen oder einen Unglücksfall gehandelt hat.

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