Arbeitslosenzahlen jahreszeitlich bedingt leicht gestiegen

4. Januar 2019
Arbeitslosigkeit ist im Gesamtbezirk erstmals im Jahresdurchschnitt unter 20.000. Foto: Bundesagentur für Arbeit
Die Arbeitslosenzahl ist im Dezember saisonal bedingt leicht gestiegen, dies teilte die Agentur für Arbeit am Freitag mit. 343 Personen mehr als im Vormonat und damit insgesamt 18.538 Menschen sind im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar, zu dem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ohne Arbeit.

„Witterungsbedingt ist die Arbeitslosigkeit im Dezember, insbesondere wegen Kündigungen in den Außenberufen, leicht gestiegen“, weiß Gerald Witt, Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar. „Insbesondere im Vorjahresvergleich hat sich das starke Jahr am Arbeitsmarkt nochmals bestätigt. 1.798 Menschen weniger ohne Arbeit konnten wir zählen.“

„Wir können auf ein sehr erfolgreiches Jahr am regionalen Arbeitsmarkt zurückblicken. Die Beschäftigung ist auf einem Rekordhoch und die Arbeitslosigkeit auf einem Allzeittief. Der Jobmotor läuft. In den kommenden Jahren wird es zunehmend schwieriger für die Unter- nehmen Fachkräfte zu rekrutieren. Wir müssen viele Potentiale heben – durch intensive Beratung und Investitionen in Qualifizierung. Ich denke dort insbesondere an Langzeitarbeits- lose, geflüchtete Menschen, Alleinerziehende oder auch Berufsrückkehrer“, so Witt.

Der Arbeitsagenturchef geht auch für dieses Jahr von sinkenden Arbeitslosenzahlen und steigender Beschäftigung aus. Die Zahl der Arbeitslosen werde 2019 voraussichtlich auf durchschnittlich 18.600 sinken. Dies prognostiziere das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die unabhängige Denkfabrik der BA. „Wir schauen weiter positiv in die Zukunft“, sagt Witt. Allerdings werde es nicht ganz so dy- namisch weitergehen wie im abgelaufenen Jahr. Eine Trendwende sei aber nicht in Sicht. Im Jahresdurchschnitt 2018 wurde ein Bestand an Arbeitslosen von 19.877 gezählt. Im Vor- jahr waren es noch 1.965 mehr und damit 21.842. Risiken für den Arbeitsmarkt sieht Witt vor allem im Fachkräftemangel. „Da kommt es darauf an, dass wir alle Möglichkeiten voll ausschöpfen – insbesondere auch keinen am Übergang von der Schule in den Beruf zurücklassen.“

Die Zahlen im Einzelnen:

Braunschweig: 6.887 (4,9 Prozent)

Wolfenbüttel: 2.881 (4,5 Prozent)

Salzgitter: 4.697 (8,7 Prozent)

Goslar: 4.073 (6 Prozent)

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