Autofreier Sonntag: FDP pocht auf freiwillige Lösung

1. November 2019
Mathias Möller. Foto: FDP
Braunschweig. „Unsozial und bevormundend“ findet Mathias Möller den Vorstoß der Grünen, einen autofreien Sonntag in Braunschweigs Innenstadt (und dann in ganz Braunschweig?) durchzuführen. Darum hat er im Stadtbezirksrat Innenstadt einen Alternativvorschlag vorgelegt: eine freiwillige Lösung. Dies berichtet die FDP-Ratsfraktion in einer Pressemitteilung.

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion und Innenstadt-Bezirksrat sagt: „Natürlich denken die Grünen nicht an die Menschen, die auf das Auto angewiesen sind.“ Menschen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln müssen, Gehbehinderte oder Senioren, die den Tag nicht in der Wohnung verbringen möchten, oder Menschen, die Besorgungen nur am Wochenende erledigen können, dürfen nicht ihres Transportmittels beraubt werden, findet Möller. „Vielleicht erledigen die Grünen ihre Wohnungsumzüge mit dem Lastenrad – anderen vorschreiben sollten sie das aber nicht. Wenn so etwas auch noch erzwungen wird, steigert das die Akzeptanz nicht gerade – und Trotzreaktionen helfen dem Anliegen der Grünen auch nicht“, glaubt der FDP-Ratsherr.

Änderungsantrag der FDP zum „autofreien Sonntag“

Möller hat darum einen Änderungsantrag zum Grünen-Antrag eingereicht, der zunächst im Stadtbezirksrat Innenstadt beraten werden soll. Er setzt dabei auf die Freiwilligkeit. „Es geht darum, so weit wie möglich auf das Auto zu verzichten. Mit Aufklärung und einer entsprechenden Kampagne kann man sicher einiges erreichen.“ Zwar sei in der Vergangenheit ein solcher Ansatz nicht sehr erfolgreich gewesen, aber Möller ist überzeugt: „Der Zeitgeist ist heute ein anderer. Die Menschen sind eher bereit, ihre Verkehrsmittelwahl zu überdenken.“
Denn es sei natürlich eine Aufgabe für jeden Bürger und jeden Tag, zu überlegen, ob man einen Weg nicht auch ohne Auto zurücklegen könne. „Damit viele Menschen diese Aufgabe annehmen, müssen wir ihnen mit einer guten Infrastruktur die Chance dazu geben. Das ist unsere eigentliche Aufgabe als Politik, und nicht der Umerziehung der Menschen.“

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