Blinkeranlage an Zebrastreifen sorgt für mehr Sicherheit

12. Juni 2019 von
Vertreter des Schulelternrates begehen mit einigen Schülern probeweise den neu beschilderten Zebrastreifen. Foto: Rudolf Karliczek
Thiede. Seit 2017 versuchte die SPD Fraktion im Ortsrat Thiede zusammen mit der Stadt Salzgitter den Zebrastreifen an der Wolfenbütteler Straße zu entschärfen. Häufig kam es zu gefährlichen Vorkommnissen zwischen Schülern der Grundschule Thiede und dem Straßenverkehr - und zu einem Unfall. Nun wurde endlich eine Blinkeranlage am Fußgängerüberweg installiert. Der zweite Vorsitzende des SPD-Ortsverbands Thiede, Dieter Schneider, berichtet.

Die reflektionslosen Verkehrszeichen aus den siebziger Jahren sind einer modernen Kombination aus reflektierenden Schildern und einem blinkenden Warnlicht gewichen, welches Autofahrer weithin sichtbar auf den Fußgängerüberweg an der Grundschule Thiede aufmerksam macht. Weshalb das Ersetzen der veralteten Verkehrsschilder so lange gedauert habe, erläutert Schneider: „Leider berief sich die Stadtverwaltung immer auf fehlende Vorkommnisberichte der Überwachungsbehörden. Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass die Statistiken nur die polizeilichen Anzeigen nach Unfällen erfassen“, zu einem Unfall sei es an dieser Stelle aber nicht gekommen – bis 2018. Ein Fahrer verwechselte ein haltendes mit einem parkenden und versuchte, links vorbeizufahren. Ein zehnjähriges Kind wurde verletzt. Die Elternvertretung der Schule wandte sich daraufhin erneut an den SPD-Ortsverband und bat um Unterstützung. „Wir sind umgehend bei der Verwaltung vorstellig geworden und haben die Sachlage vorgetragen. Nach neuer Beurteilung hat die Stadtverwaltung reagiert und im Januar den Auftrag zur Installation einer Blinkanlage und die Erneuerung der Verkehrszeichen erteilt“, so Schneider.

Weiteres Verbesserungspotenzial vorhanden

Leider würden bei der Auftragsvergabe an Fachfirmen keine Fristen gesetzt. So kam es erst Ende letzten Monats zur Fertigstellung der neuen Signalanlagen. „Es ist nicht alles gut – aber viel besser“, resümiert Schneider. „Noch besser wäre es allerdings, wenn das Parkkonzept der Wolfenbütteler Straße noch einmal überdacht würde. Parken ist bis kurz vor dem Zebrastreifen erlaubt, sodass man vor dem Überweg haltende Fahrzeuge mit parkenden verwechseln kann.“ Dieser Irrtum führte auch zum Unfall im vergangenen Jahr. Dennoch sei nun erst einmal die Gelegenheit, diesen lang erkämpften Erfolg zu feiern.

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