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Kundgebung am Bahnhof in Bad: Gegendemo verspätet sich

7. April 2018 von
Die Polizei sichert den Bereich am Bahnhof in Salzgitter-Bad. Fotos/Videos: Sandra Zecchino
Salzgitter. Während in Braunschweig bereits seit dem frühen Morgen Demos anlässlich des Landesparteitages der AfD stattfanden, kamen auch nach Salzgitter-Bad mehrere Gruppierungen, um ihre politische Meinung kundzugeben.

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Das Aktionsbündnis „Salzgitter passt auf“ rief bereits im Vorfeld alle Bürgerinnen und Bürger zum „Aufstehn gegen Rechts!“ auf.

Die IG-Metall, die Teil des Bündnisses ist erklärt: „Die NPD will den Bahnhof in Salzgitter Bad für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen. Die NPD will dort für den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) werben, einem bundesweitem Naziaufmarsch, der im Juni in Goslar stattfinden soll. Dabei steht die NPD in der Tradition der NSDAP, lehnt die demokratische Ordnung der Bundesrepublik ab und sie tritt für ein neues „Deutsches Reich“ ein. Mit ihren rassistisch, antisemitisch und fremdenfeindlich Aussagen schüren sie Ängste und befeuern den rechten Hass, der sich in tagtäglichen Angriffen und Anschlägen auf Zivilisten äußert.“

Demonstranten versammelten sich am Bahnhof.

Demonstration am Bahnhof

Die ursprüngliche Demonstration verlief bis zu ihrem offiziellen Ende am Mittag nach ersten Erkenntnissen der Polizei ruhig. Bis dahin blieb auch die NPD der Veranstaltung fern, diese hatte angekündigt nach Braunschweig auch Salzgitter-Bad aufsuchen zu wollen. Nachdem sich der Zeitplan in der Nachbarstadt allerdings massiv verschoben hatte, kamen die Rechten erst gegen circa 14.20 Uhr am Bahnhof an. Der gesamte Bereich wurde seit dem Morgen durch die Polizei großflächig gesichert.

Während der Veranstaltung kam es im Bereich um den Bahnhof in Bad zu Verkehrseinschränkungen.

NPD kommt an:

Und positioniert sich:

Stadt lehnte die Rechts-Demo erst ab

Wie berichtet hatte die NPD die Kundgebung in Salzgitter-Bad zwar rechtzeitig angemeldet, die Stadt hatte diese aber zunächst abgewiesen. Die Partei ließ dies nicht auf sich sitzen und zog vor das Verwaltungsgericht. Dieses entschied letztlich, dass die NPD-Demo wie beantragt zu genehmigen sei.

Ein jähes Ende

Nach dem verspäteten Eintreffen der NPD teilte die Polizei mit, dass es keinen Grund mehr für eine Demo der Partei gebe – diese sei nämlich als Gegendemo angemeldet worden. Da „Salzgitter passt auf“ allerdings zuvor offiziell bereits beendet worden sei, hätte die NPD keinen Grund mehr für ihre Kundgebung.

Aktualisiert (15 Uhr):

Die Versammlung beider Seiten löst sich auf.

Aktualisiert (17.30 Uhr):

Wie die Polizei mitteilte, verliefen die Demos in Salzgitter und Braunschweig nach ersten Erkenntnissen ohne Zwischenfälle.

Demos in Braunschweig

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