Der stille Verfall vom Schloss Ringelheim – die Hintergründe

30. November 2018 von
Das Schloss Ringelheim ist seit Jahren verlassen. Foto: Alexander Panknin
Salzgitter. Der Lack ist ab. Das Schloss Ringelheim lässt nur noch wenig von seinem vergangenen Glanz erahnen. Seit 2002 steht das ehemalig prachtvolle Bauwerk leer. Wie kam es zu diesem Verfall und hat das Schloss überhaupt eine Zukunft? regionalHeute.de hat nachgefragt.

Die Geschichte des Schlosses lässt sich wie folgt zusammenfassen: Wie die Stadt auf Anfrage von regionalheute.de mitteilte, war das Schloss im 10. Jahrhundert als Benediktinerkloster ein Familienstift. Ende des 10. Jahrhunderts wurde es zum Nonnenkloster. 1150 gab es dann eine weitere Umwandlung zum Mönchskloster und später wieder zum Benediktinerkloster. Das Ende der langen Historie: 1937 im Besitz der Reichswerke, 1948 an die Landesversicherungsanstalt Braunschweig als Tbc-Heilanstalt verpachtet. In der Folge war die Fachabteilung des Niedersächsischen Landeskrankenhaus im Schloss ansässig, 1969 kam es dann zum Verkauf an das Land Niedersachsen und das Landeskrankenhaus Königslutter bleib vorerst Besitzer.

Dem Schloss fehlt es an Wärme

Und heute? regionalHeute.de sprach mit Ortsheimpfleger Dirk Schaper über das Schloss. „1998 zogen die letzten Patienten aus dem Schloss aus, dann wurde versucht, es zu verkaufen. Heute ist das Schloss im Besitz der Siedlungsgesellschaft Bensheim-Auerbach GmbH & Cie KG. Schaper berichtet davon, dass es bereits den Versuch der Kontaktaufnahme mit der Geschäftsführung der Gesellschaft gegeben hätte. Über die Pläne des Eigentümers und damit über die Zukunft des Schlosses gebe es bisher aber keine Auskunft.

Die letzten 16 Jahre des Leerstandes sind nicht spurlos am Schloss vorbei gegangen. „Es gab Vandalismus. Jugendliche haben die Glastür kaputt gemacht. Zudem zieht Feuchtigkeit in das Gebäude, weil es nicht geheizt wird“, bemängelt Schaper. Doch gerade das Heizen im Winter könne dem Gebäude helfen.

So prachtvoll war einst das Schloss Ringelheim:

Stadtteile im Porträt – Teil 28 – Ringelheim

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