Dorf- und Feuerwehrfest: Othfresen ohne Grenzen

10. September 2019 von
Team Freibier gewinnt die Spiele ohne Grenzen 2019. Fotos: Annabell Pommerehne
Othfresen. Am Wochenende fand das 52. Dorf- und dieses Mal auch Feuerwehrfest anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Othfresen statt. Nach gelungenem Auftakt beim Kommersabend am Freitag wurden am Samstag die Spiele ohne Grenzen gemeistert. 14 Teams kämpften um den Sieg, den sich dieses Jahr Team Freibier sichern konnte.

Ein ganzes Dorf brennt! Wie angekündigt, ging es heiß her beim 52. Dorf- und Feuerwehrfest. Am Freitag wurde die dreitägige Feier offiziell vom „King of Fire“, Dennis Dorn, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Othfresen, eröffnet. Ein abwechslungs- und erlebnisreicher Kommersabend hat alle Besucher schnell in Stimmung gebracht. Bereits eine Stunde vor Einlass versammelten sich die ersten der 800 Dorffestfreunde vor dem Festzelt, das bei 15 Auftritten und jeder Menge Spaß und Spiel eindeutig in Brand gesteckt wurde. Die Moderatoren Christof Pabel und Lutz Meyer, natürlich beide waschechte Feuerwehrleute, haben gleich zu Beginn eine klare Ansage gemacht: „Wenn Ihr glaubt, dass Ihr Euch den Arsch platt sitzen könnt, dann habt Ihr Euch getäuscht!“ Diese Ansage war in Othfresen wahrscheinlich gar nicht nötig, hat aber dennoch Wirkung gezeigt, als 800 Leute von den Stühlen aufsprangen und beim „Dorftanz“ mitmachten.

Bombenstimmung im Festzelt

Die Zuschauer gerieten aber nicht erst beim Tanzen ins Schwitzen, sondern auch schon beim Zusehen. Dafür haben die Tanzgruppen des MTV wie gewohnt mit heißen Beats und knappen Outfits gesorgt. Tante Erna, manchmal auch bekannt als Bürgermeister Alf Hesse, hat zwar kein knappes Höschen getragen, dafür aber lustige Geschichten aus dem Nähkästchen geplaudert. Was zum Lachen oder Bestaunen gab es bei allen Auftritten – von Kunstradfahren des Radler Clubs über „Herzblatt“ mit der eigenen Mutter bis zur bösen Stiefmutter von Schneewittchen, die sich als Abschnittsleiter verkleidet hat. Letzteres war eine moderne Neufassung des Märchens von der Jugendfeuerwehr, die ebenfalls ein Jubiläum feiert: 40 Jahre Jugendfeuerwehr Othfresen.

Die Jugendfeuerwehr feiert ihr 40. Jubiläum. Foto: Annabell Pommerehne

Die Jubiläen und das Dorffest wurden von den Kommersteilnehmern vor allem musikalisch geehrt. Doris Wellegehausen schmetterte zur Melodie von König von Deutschland „Das alles und noch viel mehr kann sie machen unsere Othfresener Feuerwehr“ und der FC Othfresen gab beim Biertanz die Hymne des Dorffestes „Aber scheiß drauf, Dorffest ist nur einmal im Jahr“ zum Besten. Team Sixpack hat gleich eine ganze Band gegründet und mit dem Song „Feuerwehrleute“ begeistert. Showmaster Christof Pabel stellte nach dem Auftritt fest: „Sie singen über Feuerwehr, aber sie sind nicht in der Feuerwehr.“ Das ließe sich natürlich ändern – Team Sixpack wurde nach strenger Bewertung in verschiedenen Kategorien wie „Trinkfestigkeit“ oder „Durchhaltevermögen“ als feuerwehrtauglich eingestuft und offiziell eingeladen, der Feuerwehr beizutreten. Das Highlight des Kommersabends waren aber wohl die Feuerwehrfrauen, die sich mit dem Feuerwehr Song „Danke Feuerwehr“ zur Melodie von Wincent Weiss‘ „Feuerwerk“ bei ihren Männern bedankten. Mit dem Song, Luftballons, die die Worte „Danke 125“ bildeten, Geschenken und der Feuerwehr-Piñata rissen die Feuerwehrfrauen alle Gäste buchstäblich vom Hocker. Emotion pur!

Danke Feuerwehr!

Die Feuerwehrfrauen bedanken sich bei ihren Männern. Ein wirklich emotionaler Auftritt! Foto: Annabell Pommerehne

Bis weit nach Mitternacht wurde am ersten Dorffesttag gefeiert, getanzt und gelacht. Der Kommersabend war aber nur die Aufwärmphase. Am Samstag ging es ab 14 Uhr weiter mit den Spielen ohne Grenzen. Der Name ist Programm – Othfresen kennt keine Grenzen. 14 Teams kämpften um den heißbegehrten „Olli“, den Wanderpokal der Spiele. „Retten, bergen, löschen, schützen“ hieß das Motto und genau das mussten die Teilnehmer auch tun. Die Feuerwehr hat hervorragende Arbeit geleistet mit den Spielen und ihrer Aufmachung. Autos mussten gezogen, Schläuche gerollt und Katzen aus dem Baum gerettet werden. Beim „Leiterlauf“ konnten vor allem die Killerbienen glänzen, die die meisten Tiere gerettet und dabei sogar noch eine elegante Figur gemacht haben. Das mit der Eleganz  hat nicht bei allen Teams funktioniert, was aber ganz im Sinne der Zuschauer lag und für reichlich Stimmung sorgte. Letztlich konnte sich Team Freibier durchsetzen und den mehrfachen Titelverteidiger Sixpack vom Thron schubsen. Sixpack positionierte sich aber knapp dahinter auf Platz zwei, gefolgt von den Dorfkindern auf dem dritten Platz.

Freibier löst Sixpack ab

Nach den Spielen ohne Grenzen folgte der Tanzabend ohne Grenzen. Die Band „Deep Passion“ hat fast alle Gäste auf die Tanzfläche gelockt und das Festzelt bis nach 3 Uhr morgens gerockt – ein äußerst gelungener Abschluss des zweiten Dorffesttages.

Der SV Germania vor dem Berg ist beim Leiterlauf zwar nicht elegant gelaufen, aber elegant gefallen. Foto: Annabell Pommerehne

Weitere Highlights des Kommersabends und der Spiele ohne Grenzen findet Ihr in unserer Bildergalerie. Fotos vom großen Festumzug am Sonntag folgen in den nächsten Tagen.

Medienpartner
Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: salzgitter@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26