Ein Heim für Krabbler: Insektenhotel in Winnigstedt ist fertig

5. November 2019
Der Bürgermeister Michael Waßmann schlägt den letzten Zapfen in das Gebälk. Fotos: Peter G. Matzuga
Winnigstedt. Es hat lange gedauert, aber was lange währt, wird endlich gut. Mit diesem Ausspruch des römischen Epikers Publius Ovidius Naso (43 v. Chr. bis 17 n. Chr.) beschreibt Peter G. Matzuga die Fertigstellung des Insektenhotels für Winnigstedt, das nun offiziell übergeben wurde. Das Ergebnis sei die Mühe wert gewesen, so Matzuga in einer Pressemitteilung.

„Mit 3,8 Tonnen, die sich auf 40 Gefache verteilen und mit einem Gesamtgewicht von 8,3 Tonnen bieten wir in unseren Breitengraden zirka 5.000 verschiedenen Insekten einen Lebensraum, nicht alle werden in diesem 5-Sterne-Insektenhotel einen Platz finden, aber rein theoretisch ein zu Hause“, so Matzuga. Dies sei ein Stück niedersächsische Handwerkskunst und Heimatgeschichte der jüngeren Zeit.

Die Bauzeit dieser Unterkunft habe bei rund 600 Freizeit-Stunden gelegen. Gefertigt wurde es aus hochwertigem, getrocknetem Fichtenholz, gezapft und nach alter Zimmermannskunst hergestellt. In Hedeper wurde es von 14 helfenden Händen vormontiert und vor fünf Wochen auf einem Anhänger von Hedeper aus nach Winnigstedt verfrachtet. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Mitglieder und wurden in logistischer Meisterleistung die Bauteile des Korpus und des Daches montiert und mit einem regional typischen Ziegel der Firma Jacobi vor Witterungseinflüssen geschützt. Der VUT Hedeper (Verein unabhängiger Treiber) sei stolz, dass man dieses Insektenhotel nunmehr der Gemeinde Winnigstedt übereichen dürfe.

Begrüßung aller Gäste vor der feierlichen „Entkleidung“: Bienenbeauftragter Robert Koenig, Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragter Thomas Strube, Vorsitzender des VUT Hedeper Peer Narup und die vielen Gäste (v. li.).

Bürgermeister Michael Waßmann schlug den letzten Zapfen in das Hotel ein, und auch die drei Gewinner-Kinder durften ihre Preise entgegennehmen. Sie waren ja eigentlich auch die wahren Architekten. Die Klasse 4 der Grundschule Winnigstedt fertigte unter der Anleitung der Klassenleiterin Frau Buchner viele tolle und kreative Vorschläge für dieses Gewerk. „Und die Krux der Geschichte ist, dass der Entwurf der Siegerin erst durch eine kleine Manipulation des Entwurfes feststand. Das Bild wurde einfach gedreht. Und so stand die Siegerin fest. Und mit einigen, baulich notwendigen Modifikationen, wurde es nahezu zeichnungsgetreu umgesetzt“, so Peter G. Matzuga.

Der Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragter Thomas Strube (in der Mitte) mit dem Siegerkind (rechts) und dem Zweitplatzierten (links). Thomas Strube hält in seiner Hand den Siegerentwurf der „Architektenzeichnung“.

Ein besonderer Dank gehe an die Jägermeister-Stiftung (vor Ort persönlich vertreten durch Frau Puschnerus und Herrn Prof. Dr. Helm), die Gemeinde Winnigstedt (vertreten durch den Bürgermeister Michael Waßmann), die Klasse 4 der Grundschule Winnigstedt (vertreten durch die Klassenlehrerin Frau Buchner) und zu guter Letzt auch an die Freiwillige Feuerwehr Winnigstedt, die alle Gäste im Anschluss an die Veranstaltung bewirtete. Auch ein Dank sei allen Mitgliedern des VUT Hedeper recht und billig. Denn ohne ihre Hilfen, sei es aktiv, passiv oder fördernd, wäre dieses Projekt gar nicht zu realisieren gewesen.

Das Insektenhotel in voller Pracht.

Das Insektenhotel von der Rückseite mit Hinweistafel mit näheren Informationen.

Die Freiwillige Feuerwehr Winnigstedt verwöhnt die Gäste der Veranstaltung mit Speisen und Getränken.

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