Elektroauto-Brand bedroht Wohnhaus – Feuerwehr gut vorbereitet

11. Juli 2019 von
Einsatzkräfte inspizieren das ausgebrannte Wrack. Foto: Rudolf Karliczek
Ohlendorf. Am Nachmittag wurden die Berufsfeuerwehr Salzgitter und die freiwillige Feuerwehr Ohlendorf zu einem Fahrzeugbrand alarmiert. Zunächst davon ausgehend, dass sich das Fahrzeug im freien befindet musste die Feuerwehr vor Ort feststellen, dass das Auto nicht nur in der Garage eines Mehrfamilienhauses steht, sondern es sich bei dem lichterloh brennenden Transporter um ein umgerüstetes Elektrofahrzeug handelt.

Der Citroën Berlingo wurde im Jahr 2012 von einer Drittfirma mit Elektromotor ausgeliefert. Im Gegensatz zu Feuern in Benzin- und Dieselfahrzeugen bestand für die Feuerwehr die Herausforderung in den extrem heiß brennenden Batterien, möglichen giftigen Gasen und dem Risiko eines elektrischen Überschlags. Die Feuerwehr setzte zwei Trupps unter schwerem Atemschutz ein, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ein weiterer Trupp sorgte mit einem C-Rohr dafür, dass die Flammen nicht auf das Gebäude übergreifen. „Das Fahrzeug ließ sich wegen des schweren Motors, der schweren Batterien nicht gut bewegen. Wir haben eine Seilwinde eingesetzt, um den Transporter rückwärts aus der Garage zu ziehen. Das war vor allem schwer, weil der Wagen immer noch hohe Temperaturen entwickelt hat“, erklärt Marcus Spiller von der Berufsfeuerwehr Salzgitter.

Der Feuerwehr gelang es, den Brand innerhalb der Garage zu halten. Spiller: „Wir mussten große Mengen an Wasser vorbringen. Es gab auch den Plan, das Auto in einen Container zu verbringen.“ Da es sich aber nicht um moderne Lithium-Ionen Akkus, sondern um sogenannte Thermalbatterien aus einer früheren Generation von Autobatterien handelte, waren diese Maßnahmen nicht notwendig. „Die haben im Normalbetrieb schon eine Temperatur von 300 Grad im Kern“, stellt. Spiller fest. Durch den älteren Batterietyp sei es für die Feuerwehr zwar einfacher gewesen, den Brand zu löschen als bei modernen Lithium-Ionen Akkus, der Einsatzleiter stellt aber auch klar: „Hätten wir Lithium-Ionen Batterien in diesem Fahrzeug gehabt, hätten wir mehr Maßnahmen auffahren müssen – aber auch darauf sind wir bestens vorbereitet!“

Die Einsatzstelle wird nun dem Eigentümer und der Polizei übergeben. Die Spurensicherung der Polizei bleibt noch vor Ort, um die genaue Brandursache zu ermitteln.

Das Fahrzeug musste mit einer Seilwinde aus dem empfindlichen Altbau gezogen werden – der Batterieblock in der Front war aber immer noch extrem heiß. Foto: Rudolf Karliczek

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