Feuerwehren in Baddeckenstedt planen ihre Zukunft

2. Dezember 2019
Die Arbeitsgruppe „Politik und Verwaltung“ im Gespräch mit dem Samtgemeindebürgermeister: Michael Siemens, Christian Reinecke, Michael Barthel, Klaus Kubitschke, Frederik Bandt, Christian Harbich, Bernd Nethert und Christian Kassel (v. li.). Foto: Presseteam der Feuerwehren Baddeckenstedt
Baddeckenstedt. Zu einem Gespräch lud Samtgemeindebürgermeister Klaus Kubitschke die Arbeitsgruppe „Politik und Verwaltung“ in die Samtgemeindeverwaltung ein. Grundlage dieses Termins bildete ein durch die Gruppe erarbeitetes Papier gefüllt mit grundsätzlichen Fragen, Wahrnehmungen und Einschätzungen zur aktuellen Situation der Feuerwehren. Das berichtet das Presseteam der Feuerwehren Baddeckenstedt.

„Dabei möchten wir dieselben Fragen, die bei uns immer wieder aufkommen, direkt und ohne Umwege an unseren Dienstherren stellen“, sagte Christian Harbich, Gemeinderbrandmeister in der Samtgemeinde. „Man neigt schnell dazu, sich solche Fragen und Einschätzungen gern selbst zu beantworten und das natürlich schnell auch aus der eigenen Perspektive“, so Harbich. So wurden generelle Fragen formuliert, die unter anderem auf die sachlichen Ebene wie zum Beispiel die Ausrüstung, Beschaffungen beziehungsweise die alltäglichen dienstlichen Arbeitsabläufe zielten. Aber auch eine aktuelle Einschätzung bei den kritischeren Themenschwerpunkten wie die Einsatzverfügbarkeit, zunehmende Belastungen oder Wertschätzung, war für die Gruppe von größtem Interesse.

„Wir wissen, was wir an unseren Feuerwehren haben“

Die Arbeitsgruppe freute sich somit über diese Einladung des Bürgermeisters. „Es macht durchaus viel mehr Sinn, solche Themen persönlich miteinander zu besprechen“, sagte Klaus Kubitschke. „Wir wissen, was wir an unseren Feuerwehren haben, die sich hochmotiviert und im höchsten Maße eigeninitiativ um die stetige Entwicklung in den eigenen Bereichen aber auch beim Bevölkerungsschutz einbringen“.

In einer Art Interview wurden durch den Moderator der Gruppe, Frederik Brandt, konkrete Fragen gestellt. Reelle Fallbeispiele aus dem Alltag der Feuerwehren sollten zur richtigen Einschätzung der aktuellen Situationen beitragen. Interessiert hörten sich die Feuerwehrkameraden die Ausführungen von Kubitschke an. Klar und deutlich wurden von ihm die Fragen beantwortet und Einschätzungen und Wahrnehmungen wiedergegeben. „Über die Notwendigkeit aller Feuerwehren mit jedem einzelnen Mitglied sind wir als Verwaltung und Träger des Brandschutzes absolut überzeugt. Deshalb werden wir immer für die Probleme und geänderten Rahmenbedingungen unserer Feuerwehren ein offenes Ohr haben und größtmöglich unterstützten“, bemerkte Kubitschke. Gerade da erhoffen sich die Feuerwehren mehr Sicht auf die aktuellen Gegebenheiten und nicht nur hauptsächlich durch die Verwaltung. „Die Gesellschaft ist in den letzten Jahren sensibler und anspruchsvoller geworden, und dass innerhalb und außerhalb unserer Feuerwehren“, ergänzt Harbich. Das müsse allen Verantwortlichen klar sein, so Harbich.

Alle Ergebnisse werden nun zusammengefasst und weiterbearbeitet

Im Laufe des Gespräches konnten bereits erste Ergebnisse erzielt werden, weitere Maßnahmen sind besprochen. Aber am Ende waren sich alle einig. Dieses Gespräch, geprägt durch Offenheit, Ehrlichkeit und natürlich auch mit kritischem und sensiblem Inhalt, war konstruktiv und mehr als sinnvoll. Alle Ergebnisse werden nun zusammengefasst und weiterbearbeitet.

Auch bei den anderen Arbeitsgruppen zum Thema „Zukunft der Feuerwehren Baddeckenstedt“ tut ich Einiges. So arbeiten die Teilnehmer im Ressort „Feuerwehr intern“ an Verbesserungen innerhalb der Einsatzabteilungen. Eine geplante Umfrage bei allen Feuerwehrmitgliedern soll jedem einzelnen die Möglichkeit geben aktiv dabei mitzuwirken. „Und auch die Gruppe Öffentlichkeit und Mitgliederwirkung wird im nächsten Jahr mit geplanten Aktionen in Erscheinung treten, lassen sie sich überraschen“, freut ich Christian Harbich.

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