Greenpeace fordert Ernährungswende: Info-Stand in der City

12. Oktober 2019
Kommt in Deutschland zu oft Fleisch auf den Tisch? Symbolfoto: pixabay
Braunschweig. Laut Greenpeace trägt unsere Ernährung zur Klimakrise und Waldzerstörung bei. Darüber informiert die Organisation am heutigen Samstag in über 40 Städten, darunter auch in Braunschweig, von 14 bis 17 Uhr am Ringerbrunnen. Darauf weist Greenpeace Braunschweig in einer Pressemitteilung hin.

Insbesondere die Fleischproduktion sei mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden – auch, weil für den Anbau von Soja-Futter in Südamerika wertvolle Wälder wie der Amazonas-Regenwald zerstört würden. „Ohne eine Ernährungswende können wir Klima und Wälder nicht schützen“, sagt Dennis Zellmann von Greenpeace Braunschweig. „Die Städte müssen mit gutem Beispiel vorangehen und das Angebot in den öffentlichen Kantinen klimafreundlicher machen. Das heißt: mehr Bio, mehr vegetarisch und vegan – und vor allem kein Billigfleisch aus Massentierhaltung.” Am Greenpeace-Infostand können Interessierte dazu an einer Meinungsumfrage teilnehmen, deren Ergebnis der Stadt übergeben werden wird.

Unterstützung in dieser Debatte komme laut Greenpeace aus der Wissenschaft: Die Scientists for Future hätten am 3. Oktober mit einem offenen Brief auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Fleischanteil in öffentlichen Kantinen zu reduzieren (https://scientists4lessmeat.org). In den Klimaplänen der Bundesregierung und vieler deutscher Städte spielten Ernährung und Tierhaltung jedoch bisher kaum eine Rolle, so Greenpeace.

Stadt soll mehr Verantwortung übernehmen

Das gelte auch für Braunschweig: Die Greenpeace-Gruppe vor Ort fordert deshalb die Stadt auf, Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Verpflegung auf 100 Prozent Bio mit stark reduziertem Fleischanteil umzustellen. Beispiele wie Kopenhagen würden zeigen, dass eine Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung binnen weniger Jahre gelingen könne.

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