Gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort

30. Mai 2019
Auch ungelernte Arbeitnehmer würden derzeit gut bezahlte Helferjobs bekommen. Symbolbild: Pixabay
Salzgitter. Die Arbeitslosenzahl ist im Mai weiter gesunken. 242 Personen weniger als im Vormonat und damit insgesamt 18.323 Menschen sind im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar, zudem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist der Rückgang mit 1.638 weniger Arbeitslosen noch deutlicher spürbar. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 5,6 Prozent. Diese liegt damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Dies berichtet die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung.

Die Arbeitslosigkeit in Salzgitter habe sich von April auf Mai um 26 auf 4.936 Personen verringert. Das wären 296 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Mai 8,3 Prozent. Vor einem Jahr habe sie sich auf 8,8 Prozent belaufen. Dabei meldeten sich 1.227 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 40 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.244 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–93). Seit Jahresbeginn habe es insgesamt 6.474 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 385 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 6.381 Abmeldungen von Arbeitslosen (+116). Der Bestand an Arbeitsstellen sei im Mai um 33 Stellen auf 676 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 111 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Mai 183 neue Arbeitsstellen, 44 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 998 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 6.

Lieber auf Weiterbildung setzen

Die gute Situation am heimischen Arbeitsmarkt birge auch Risiken. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien voll und schon jetzt könnten nicht alle Stellen für Fachkräfte besetzt werden. Die Qualifizierung von Menschen ohne Berufsabschluss sei ein Lösungsansatz um neue Fachkräfte zu gewinnen. Doch gerade in guten Zeiten am Arbeitsmarkt sei es noch anspruchsvoller Arbeitnehmer und Arbeitgeber für Qualifizierungsmaßnahmen zu gewinnen. Denn auch ungelernte Arbeitnehmer würden derzeit gut bezahlte Helferjobs finden.

„Kurzfristig ist das nachvollziehbar. Aber aufgrund des technischen Fortschritts werden mittelfristig viele Helferstellen wegfallen und eher hochqualifizierte Jobs entstehen. Eine gute Ausbildung und fortlaufende Qualifizierungen werden damit immer wichtiger. Daher lohnt es sich schon jetzt auf Weiterbildung zu setzen. Die Agentur für Arbeit unterstützt dabei gern mit Beratung und Förderung“, erläutert Oliver Bossow, Vize-Chef der Agentur für Arbeit. Mit dem Qualifizierungschancengesetz, welches im Januar in Kraft getreten ist, sei der Beratungsauftrag der Bundesagentur für Arbeit geschärft sowie die Weiterbildungsförderung für Beschäftigte unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße ermöglicht und damit weiter geöffnet worden.

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