In Salzgitter sind noch 177 Ausbildungsplätze frei

8. August 2018
Schokolade geht immer, auch im Job. Denn lecker kann man lernen – zum Beispiel als Auszubildender zum Süßwarentechnologen. Foto: NGG
Salzgitter. Last-Minute-Lehrstellen zu besetzen: Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Salzgitter noch 177 offene Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur gemeldet. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen.

Die NGG appelliert dabei an Schulabgänger, sich auch in der Lebensmittelbranche umzugucken. „Vom Industriekaufmann bis zur Getränke-Laborantin – die Ernährungswirtschaft bietet ein breites Spektrum, viele Perspektiven und tariflich abgesicherte Arbeitsbedingungen“, sagt NGG-Geschäftsführer Manfred Tessmann. Auch in Salzgitter gibt es in der Branche laut Arbeitsagentur noch offene Ausbildungsplätze.

„Digital Natives“ sind gefragt

Die Lebensmittelindustrie sei in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden, betont Tessmann: „Hinter dem Mineralwasser oder dem Fruchtsaft stecken viel Hightech und Know-how. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik deckt von der Anlagensteuerung bis zur Produktentwicklung eine breite Palette ab. Wie kaum eine andere Branche verändert sich die Ernährungswirtschaft durch die Digitalisierung – von der Produktion über die Lieferkette bis zum Kunden-Feedback per Social Media. Hier sind gerade ,Digital Natives‘ gefragt, die mit dem Smartphone oder Tablet aufgewachsen sind.“

Neben dem Lebensmitteltechniker suchen Betriebe nach NGG-Angaben insbesondere auch Mechatroniker- und Informatiker-Nachwuchs. Manfred Tessmann: „Wer sich beim Jobstart für die Ernährungsbranche entscheidet, gehört zu den Azubi-Besserverdienern. Die Vergütungen liegen etwa in der Mineralbrunnenindustrie zwischen rund 850 Euro im ersten und knapp 1.100 Euro im letzten Lehrjahr – und damit höher als zum Beispiel bei einem Kfz-Azubi.“ Ein gelernter Brauer im ersten Berufsjahr kommt auf gut 3.400 Euro pro Monat. Außerdem hat die NGG ein tarifliches Weihnachtsgeld sowie Zuzahlungen des Arbeitgebers in die betriebliche Altersvorsorge durchgesetzt. Tessmann: „Und auch wer etwas Originelles sucht, wird in der Lebensmittelindustrie fündig. Zum Beispiel als Azubi zum Speiseeishersteller.“

Niedersachsen Schlusslicht beim Lehrstellen-Angebot

Weitere Infos rund um die Ausbildung gibt es im Netz unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de. Zugleich ruft die NGG die Arbeitgeber auf, sich intensiver um die Berufsausbildung zu kümmern. Mit 89 Ausbildungsplätzen auf 100 Bewerber ist Niedersachsen nach Angaben des DGB Schlusslicht beim Lehrstellen-Angebot.

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