Inkontinenz – Volkskrankheit und doch Tabuthema

7. November 2019
Matthias Buhles, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel
Wolfenbüttel. Wenn man sich vor Lachen sprichwörtlich in die Hose macht, ist das lustig gemeint. Wenn dies jedoch aufgrund von Inkontinenz passiert, ist es weniger spaßig. Am Dienstag, 12. November, haben interessierte Bürger daher ab 18 Uhr die Möglichkeit, sich bei einem Informationsabend im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums unter dem Titel „Inkontinenz - Volkskrankheit und doch Tabuthema“ zum Thema zu informieren. Dies teilt das Städtisches Klinikum Wolfenbüttel mit.

„Inkontinenz ist oftmals direkt mit Scham verbunden. Dabei handelt es sich um eine Volkskrankheit, die häufiger als Diabetes auftritt“, erklärt Matthias Buhles, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel. Als Gynäkologe ist er der Ansprechpartner, wenn es darum geht, welche Untersuchungen vorgenommen werden müssen und welche Hilfsmittel die Betroffenen in Anspruch nehmen können, denn: „Ob eine Operation überhaupt notwendig ist, hängt von vielen Faktoren ab“, so Buhles.

Generell sei festzustellen, dass es sich keinesfalls um ein reines Frauen- oder „Alte-Leute-Problem“ handele. „Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema, welches häufig mit einem Rückzug aus den sozialen Kontakten einhergeht. Die Angst vor der Bloßstellung und das daraus resultierende Verschweigen der Krankheit führt oftmals in einen Teufelskreis“, zeichnet Matthias Buhles einen typischen Verlauf nach. Dieses Tabu gelte es aufzubrechen und sich direkt mit dem Krankheitsbild auseinanderzusetzen. „Wir behandeln Inkontinenz bereits seit vielen Jahren und können daher auf einen entsprechenden Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Behandlung zählt ohne Zweifel zu einer der Stärken unserer Abteilung“, erörtert Buhles.

Im Rahmen des Informationsabends werde der Chefarzt daher die verschiedenen Therapieoptionen detailliert vorstellen, einen Blick auf die medizinische Entwicklung der vergangenen Jahre werfen und selbstverständlich auch auf die individuellen Fragen des Publikums eingehen. Veranstaltungsort ist das Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums, Neuer Weg 51A. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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