Interessenverband Suedlink enttäuscht von Besuch bei Altmeier

4. Dezember 2018
Archivfoto: Alexander Panknin
Salzgitter. Der Interessenverband Suedlink e.V., der die Grundeigentümer auf 150 Kilometer Länge der Trasse vertritt, äußert sich zum Besuch beim Minister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier. Der Interessenverband Suedlink bezeichnet das Treffen als enttäuschend.

Hans-Werner Behrens und Karl-Gerhard Giffhorn vom Interessenverband Suedlink erklären sich zu dem Besuch in einer Pressemitteilung. Diese veröffentlichen wir ungekürzt und unkommentiert. 

Für den 30. November waren die beiden Vorsitzenden der Interssengemeinschaft Suedlink e.V. zu einem Gespräch in das Bundeswirtschaftsministerium nach Berlin eingeladen. Das war jetzt die Gelegenheit unsere Forderungen vorzutragen und die Möglichkeit einer schnellen und termingerechten Fertigstellung der Stromautobahn Suedlink vorzustellen.

Wir konnten Minister Altmaier persönlich unseren Lösungsansatz vortragen!

Das heißt: Beteiligung der Grundeigentümer an der Wertschöpfung der Trassenbetreiber, ähnlich einer Konzessionsabgabe. Dadurch wesentliche Beschleunigung des Vorhabens und eine merkliche Entlastung der Stromkunden. Da die Kosten für nicht nutzbaren Strom wegfallen, in diesem Jahr ca. 1,5 Milliarden Euro.  Unser Forderung von 10 Euro je lfd. Meter kostet für die Suedlink Trasse 7 Mio. € jährlich. Kann die Fertigstellung um ein halbes Jahr beschleunigt werden, so wird der Verbraucher um 750 Millionen Euro entlastet.

Leider war Minister Altmaier nicht bereit sich näher mit unserem Angebot zu beschäftigen und beharrte auf frühere Festlegungen. Hier spielte besonders das Totschlagsargument der Überkompensierung eine Rolle. Auch war Herr Altmaier unserer Beispielrechnung nicht zugänglich. Offensichtlich spielen hier vordergründige politische Überlegungen eine Rolle. Wir konnten nicht nachvollziehen, warum die Entlastung der Stromverbraucher keine Rolle spielen soll. Anders kann man diese Ignoranz leider nicht werten. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Prüfung der Beteiligung an der Wertschöpfungskette legt der Minister dahingehend aus, dass die Grundeigentümer sich an den Baukosten beteiligen können und dafür Rendite erhalten. Das lehnen wir entschieden ab, weil so Interessen und Ansprüche vermischt werden. Wir halten das für einen perfiden Spaltungstrick der betroffenen Landbesitzer.

Das positive an der Reise nach Berlin war, wir konnten etliche Kontakte mit Mitarbeitern des Ministeriums knüpfen und unsere Argumente gut vortragen. Ein ausgearbeitetes Eckpunktepapier mit vielen Beispielrechnungen und handfesten Argumenten konnten wir ebenfalls bei Entscheidungsträgern
platzieren.

Als Erfolg ist zu werten, wir werden wahrgenommen und sind akzeptiert worden. Leider muss man aber auch feststellen, das war erst der Anfang. Es liegt noch viel harte Überzeugungsarbeit vor dem Interessenverband und dann muss auch noch der Bundestag zu unseren Gunsten entscheiden. Eigentumsrecht nach der Definition unserer Verfassung nehmen wir bei unserem Anliegen sehr erst: Wir wollen nicht blockieren, sondern wir wollen durch niedrigere Strompreise zu Wohle Aller beitragen. Dafür erwarten wir eine faire Behandlung von den Entscheidungsträger dieses Landes, mehr nicht!

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