„Mobile Retter“: Stadt sieht derzeit keinen Bedarf

13. September 2018 von
Die "rettungsdienstliche Struktur" der Stadt erfordere keine Teilnahme an den "Mobilen Rettern". Symbolfoto: Alexander Panknin
Salzgitter. Vergangene Woche gab der Landkreis Peine seine Teilnahme am Netzwerk des Vereins "Mobile Retter" bekannt. Dieses setzt auf eine Smartphone basierte Alarmierung von qualifizierten Ersthelfern, die vor allem im ländlichen Raum noch vor dem Rettungsdienst vor Ort sein können. Die Stadt Salzgitter plant derzeit keine Teilnahme.

Die Stadt verweist diesbezüglich auf eine Stellungnahme der Verwaltung aus dem Februar 2017. Die SPD-Ratsfraktion hatte seinerzeit angefragt, ob es Pläne gibt, an dem Netzwerk teilzunehmen.

Damals hatte es geheißen, dass es derzeit keine Überlegungen gebe, um „Mobile Retter“ auch in Salzgitter zu implementieren. Das Projekt werde aber auf Ebene der landesweiten Interessenverbände (Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren Arbeitskreis Rettungsdienst AGBF AK-RD) beobachtet. Abstimmungsprozesse und aktuelle Bewertungen fänden auch dort statt. Einen neuen Sachstand gibt es offenbar nicht.

Erste Hilfe übers Telefon

Begründet wurde die Ablehnung mit der Größe und der rettungsdienstlichen Struktur der Stadt. Man setze zudem auf ein System der telefonischen Ersten Hilfe, das auch vom European Research Council (ERC) empfohlen werde. Hinzu komm die Möglichkeit, in den Bereichen der Wache 1 und Wache 2 First-Responder Einheiten (Einheiten des Brandschutzes) als Ersthelfer einzusetzen. Es sei aus Sicht der Verwaltung vielmehr notwendig, das Netz von Ersthelfern und Möglichkeiten für Ersthelfer wie zum Beispiel vollautomatische Defibrillatoren (AED) zu verbessern. Die ausführliche damalige Begründung lesen Sie hier.

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