NAB rät: Jetzt Nistkasten-Planung für 2019 beginnen

5. Dezember 2018
Der NBAU rät dazu, jetzt schon die Nistkästen für das kommende Jahr zu planen. Foto: NABU
Salzgitter. Blaumeise, Kohlmeise, Star, vielleicht sogar Rotkehlchen, Zaunkönig und Rotschwanz – wer hätte sie nicht gerne in seinem Garten? Immer mehr Menschen entdecken die Möglichkeiten, durch die Anbringung von Nistkästen Brutmöglichkeiten im naturnahen Garten zu schaffen, berichtet der NABU.

Grund genug für die erfreuten Naturschützer, über die Planungen für das kommende Jahr nachzudenken, was den ‚sozialen Wohnungsbau für Gefiederte‘ betrifft: „Gärten sind in unserer ausgeräumten und vielerorts versiegelten Landschaft immer öfter kleine Archen“, berichtet Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, „in denen für viele Menschen überraschend viele Vogelarten eine Heimat finden können.“

Dazu gehören, so Gräwe, Nisthilfen aller Art. Aber: „Selbst eingefleischte Naturfreunde kennen oft nur die gängigen Meisenkästen. Nistkästen für Stare, dem Vogel des Jahres 2018, sind vielen mittlerweile unbekannt. Ebenso Halbhöhlen für Rotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper oder gar Nistkästen für Kleiber und Baumläufer“, berichtet die NABU-Regionalgeschäftsstellenleiterin, „dabei ist es so einfach, in einem naturnahen Garten Nisthilfen zu schaffen. Jetzt ist Zeit dazu – ausreichend lange vor dem nächsten Frühjahr.“ Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen.

Zudem macht das Bauen von Nistkästen einfach Spaß und eignet sich darum auch hervorragend, um Kinder und Jugendliche mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen. Ein voll ausgebuchter Nistkasten ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn der Garten naturnah gestaltet ist und die Vögel entsprechend Nahrung finden.

Der NABU gibt daher Tipps in seiner 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen und seiner Farbbroschüre „Vögel im Garten“. Das Gute – zusätzlich zur Brutraumschaffung: „Wenn Nistkästen jetzt gebaut und bald aufgehängt werden, können sie auswittern und dienen den Vögeln in bitterkalten Winternächten als Schlafquartiere.“

Die Nistkasten-Infos können angefordert werden gegen Einsendung eines Fünf-Euro-Scheins beim NABU. Stichwort „Nistkästen“, Adresse: NABU-Regionalgeschäftsstelle, c/o AWiSTA Fredenberg, Kurt-Schumacher-Ring 4, 38228 Salzgitter. Mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr können die Informationen auch im NABU-Büro persönlich abgeholt werden.

Wer Spaß und Freude an der Beobachtung von Wintervögeln hat, seine Artenkenntnis auffrischen, sich an einer wissenschaftlichen Datenerhebung beteiligen möchte oder den Vögeln einen Futterplatz bieten möchte, dem empfiehlt der NABU, sich bereits den Termin der kommenden Stunde der Wintervögel 2019 zu notieren. Die neunte bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ findet vom 4. bis 6. Januar 2019 statt: Der NABU und die Naturschutzjugend NAJU rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park auch in Südost-Niedersachsen zu zählen und zu melden.

Hintergrund 

Vom 4. bis 6. Januar 2019 findet zum neunten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland NABU ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt. 2018 beteiligten sich an der Aktion mehr als 136.000 Vogelfreunde.

 

 

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