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Nach Tod von 5-Jährigem: Diyars Eltern im Interview

24. November 2017 von
Die Eltern des kleinen Diyar sprechen zuhause von den tragischen letzten Momenten mit ihrem Sohn. Video: aktuell24(BM); Alexander Panknin
Salzgitter. Gestern wurde der vor einer Woche verstorbene 5-jährige Diyar Abdi nach seinem noch ungeklärten Tod beerdigt. Die beiden Eltern Kawthar Hassan und Mohammad Amin Abdi leben seitdem in einer Welt der Trauer. Besonders beschäftigt sie die Frage, warum man den kritischen Zustands ihres Sohn nicht erkannt hatte. regionalHeute.de sprach mit ihnen.

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Diyar Abdi war ein aufgeweckter kleiner Junge, der 5-Jährige ging gern in den Kindergarten und spielte mit den anderen Kindern. Auch vergangene Woche Donnerstag kam er glücklich nach Hause. Doch nur zwei Stunden später ging es ihm plötzlich schlecht, er krümmte sich vor Bauchschmerzen und musste sich immer wieder übergeben (regionalHeute.de berichtete).

Erst habe sich sein Zustand danach gebessert und seine Mutter hatte Hoffnung, dass nun das Schlimmste vorbei sei, doch sie täuschte sich. Die behandelnde Ärztin im Klinikum habe dann ihren Sohn nicht mal richtig angeschaut, nur vom PC aus habe sie die Symptome abgefragt. Nachdem Diyar noch ein Zäpfchen bekam, habe man die Familie einfach wieder nach Hause geschickt.

Viele ungeklärte Fragen…

Am gestrigen Donnerstag wurde Diyar mit nur fünf Jahren auf einem Friedhof in Salzgitter beerdigt. Viele Freunde und Angehörige waren gekommen, um sich von dem Kind zu verabschieden. Seine Mutter konnte ihre Tränen nicht zurückhalten, als sie ihren Sohn zu Grabe trug. Sie wird voraussichtlich erst dann zur Ruhe kommen, wenn sie erfährt, warum ihr eigentlich gesunder Junge binnen nur weniger Stunden in ihren eigenen Armen sterben musste.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursachen zu klären. Das Krankenhaus steht im Zusammenhang mit dem noch ungeklärten Tod in der Kritik. Hätte der Tod von Diyar verhindert werden können, wenn er zeitiger oder qualifizierter behandelt worden wäre?

Auch wenn sie an ihrem Leid nichts mehr ändern können, die trauernden Eltern wendeten sich bewusst mit ihrem Fall an die Öffentlichkeit. Denn sie möchten, dass kein weiteres Elternpaar durch gleiche Umstände ihr Kind verlieren muss, so wie sie: ihren geliebten Sohn Diyar.

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