Nordzucker in den Startlöchern: Kampagne 2019/20

10. September 2019
Jetzt geht es wieder los in der Zuckerfabrik. Foto: Nordzucker AG
Region. Die Rübenkampagne steht konzernweit in den Startlöchern. Nordzucker erwartet insgesamt ein ähnliches Ertragsniveau wie im Vorjahr bei regional jedoch sehr starken Unterschieden. Die Kampagne endet im Januar 2020. Darüber informiert die Nordzucker AG.

Die ersten Zuckerrüben dieses Anbaujahres werden im Werk Chełmża in Polen am 12. September verarbeitet. Die Werke in den anderen Ländern (Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Slowakei, Litauen) starten in den darauffolgenden Tagen Schritt für Schritt mit der Zuckerproduktion. Bis zum 8. Oktober werden alle Werke im Konzern die Verarbeitung aufgenommen haben. Eine vorgelagerte Dicksaftkampagne im Werk Nordstemmen habe bereits am 9. September begonnen, die Werke in Schladen und Clauen folgen am 14. und am 17. September.

Gute Auflaufbedingungen

Nach einer zügigen Aussaat Anfang April haben die Rüben in fast allen Regionen zunächst gute Start- und Wachstumsbedingungen. Wie bereits im vergangenen Jahr habe es über die Vegetationsperiode hinweg in einigen Regionen während des Sommers deutlich zu wenig Niederschläge gegeben. Besonders betroffen vom ausbleibenden Regen seien weite Teile der Anbauregionen in Deutschland und Polen gewesen. Hingegen haben sich die Zuckerrüben in Dänemark, Schweden, Finnland und der Slowakei gut entwickeln können. Proberodungen in allen Ländern zeigen somit große regionale Unterschiede hinsichtlich der zu erwartenden Erträge. Dr. Lars Gorissen, Vorsitzender des Vorstands und zuständig für das Ressort Agrarwirtschaft, bekräftigt: „In einigen Gebieten gab es in diesem Jahr genug Regen, in anderen Regionen erwarten wir aber auch deutliche Ertragseinbußen. Für den gesamten Konzern rechnen wir insgesamt im Schnitt mit einem Ertragsniveau etwa auf Vorjahresniveau.“

Kampagneende im Januar

Mit Blick auf die aktuelle politische Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft sagt er weiter: „Der Zuckerrübenanbau ist nicht nur attraktiv für die meisten unserer Rübenanbauer. Er ist auch ein aktiver Beitrag zur Vielfalt in der landwirtschaftlichen Fruchtfolge. Außerdem trägt unsere Zuckerproduktion gerade in den ländlichen Räumen direkt und indirekt zu Arbeitsplätzen und Wertschöpfung bei.“ Auch in diesem Jahr werden Ökorüben zu Biozucker verarbeitet. Nordzucker habe im Vorjahr zusätzliche Verträge mit Anbauern in Deutschland, Dänemark, Schweden und Litauen geschlossen und so die Produktion ausgeweitet. Die Biozucker-Produktion erfolge in den Werken Schladen, Kedainiai und Nykøbing.

Axel Aumüller, Vorstand Produktion, sieht die Werke in allen Ländern gut gerüstet für die bis in den Januar laufende Kampagne: „Mit unseren Investitionen in die Bereiche Lagerung und Logistik haben wir den Markt fest im Blick und realisieren den Qualitätsanspruch unserer Kunden.“ Der zweite Schwerpunkt innerhalb der Produktion liege auf der Verbesserung der Energiebilanz der Werke. Aumüller weiter: „Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten halten wir Kurs in Sachen Energieeffizienz und Reduzierung von Emissionen. Wir verfolgen unser Ziel konsequent weiter, den CO2-Ausstoß in unseren Werken zu senken und langfristig ohne fossile Energie auszukommen.“

Hintergrund Kampagne und Nordzucker

Als Zuckerrübenkampagne wird der Zeitraum des Jahres bezeichnet, in dem die Zuckerrüben in den Zuckerfabriken zu Zucker verarbeitet werden. Die Kampagne dauere in der Regel von Mitte September bis Januar. Der Nordzucker Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig sei einer der führenden Zuckerhersteller weltweit. Die Produktpalette aus Rübe und Rohr umfasse Weißzucker, Rohzucker, Raffinade, Spezialitäten sowie flüssige Zucker. Darüber hinaus stelle das Unternehmen Futtermittel, Melasse, Düngemittel und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien sowie Strom her. Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette habe dabei eine hohe Priorität. Insgesamt 4.000 Mitarbeiter in 21 europäischen und australischen Produktions- und Raffinationsstätten bilden die Basis für den weiteren Wachstumskurs des Konzerns.

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