Salzgitter und Landesschulbehörde vereinbaren Rahmenkonzeption

4. Dezember 2018
Stellten die gemeinsame Rahmenkonzeption „Schulsozialarbeit und Soziale Arbeit“ vor: (von links): Irina Sauerwald (Teamkoordination Schulsozialarbeit, Stadt Salzgitter); Dr. Roswitha Krum (Fachdienstleiterin Kinder, Jugend und Familie, Stadt Salzgitter); Alp Turan (Schulfachlicher Dezernent Landesschulbehörde); Erste Stadträtin Christa Frenzel (Stadt Salzgitter); Nadja Koszudowski (Bildungskoordinatorin). Foto: Stadt Salzgitter
Salzgitter. Die Stadt Salzgitter und die Landesschulbehörde ziehen im Rahmen der „Schulsozialarbeit“ erneut an einem Strang, in dem sie eine gemeinsame Rahmenkonzeption „Schulsozialarbeit und Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung in der Stadt Salzgitter“ vereinbart haben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Salzgitter hervor.

„Es geht bei der Rahmenkonzeption um die Optimierung des bereits bestehenden Systems“, begründet die Erste Stadträtin Christa Frenzel der Stadt Salzgitter die Ratifizierung der Konzeption. Zwar habe bereits vorher eine Zusammenarbeit von Schulsozialarbeiter der Stadt und des Landes stattgefunden, die Verschriftlichung der Standards der gemeinsamen Arbeit in Form der Rahmenkonzeption sorge jetzt in Form einer Kooperationsvereinbarung für mehr Verbindlichkeit. Ein wichtiges Element ist hierbei die abgestimmte und einheitliche Vorgehensweise im Rahmen des Kinderschutzes zwischen Land und Stadt Salzgitter.

Die Konzeption setze gemeinsame Schwerpunkte und Rahmenbedingungen für die Arbeit der Landes- und Kommunal-Schulsozialarbeiter, was für sie professionelles Handeln an den Schulen ermöglicht. Die sozialpädagogischen Fachkräfte des Landes und der Stadt binden das soziale Lernen in das „System“ Schule ein. „Es ist ein weiterer Schritt von der reinen Wissensvermittlung an Schulen in Richtung „Lebensraum Schule“, betont Frenzel. Die Kinder und Jugendlichen würden nicht wie früher nur nach ihrem Verhalten in der Schule beurteilt, es werde auch betrachtet in welchem Umfeld sie leben. Die verstärkte Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenzen der Kinder- und Jugendlichen trage zu einer positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit bei.

Salzgitter als Vorreiter

„Salzgitter hat ein Alleinstellungsmerkmal“, so Alp Turan, Schulfachlicher Dezernent der Niedersächsischen Landesschulbehörde, „denn sie ist die erste Kommune in Niedersachsen, die diese Vereinbarung mit dem Land ratifiziert hat.“ Eine weitere Besonderheit der Stadt sei, erklärt Turan, „dass wir hier von Anfang an auf Sozialindikatoren zurückgreifen konnten.“

Bevor diese Rahmenkonzeption vereinbart werden konnte, wurde zu ihrer Erarbeitung eine Arbeitsgruppe aus Vertreter der Verwaltung, Schulleitungen sowie Schulsozialarbeit der Stadt und des Landes eingerichtet. Grundlage war der Rund-Erlass des Niedersächsischen Kultusministeriums „Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung“ und der Orientierungsrahmen zur „Kooperation soziale Arbeit in schulischer Verantwortung und Kinder- und Jugendhilfe“.

Zur Zeit sind insgesamt 20 sozialpädagogische Fachkräfte des Landes und acht Sozialpädagogen der Stadt in der Schulsozialarbeit in Salzgitter eingesetzt. Diese Zusammenarbeit funktioniere aber nur über Kommunikation, betont der schulfachliche Dezernent der Landesbehörde. Damit sich die Mitarbeiter abstimmen könnten, würden fest vereinbarte vier Netzwerktreffen im Jahr stattfinden. Außerdem trage ein gemeinsames Fortbildungs- und Supervisionsangebot sowie die Schaffung von Synergien zu einer professionellen Kooperation der Mitarbeiter bei.

Zur Steuerung und Qualitätssicherung der Arbeit sind zweimal pro Jahr außerdem Gesprächsforen unter Beteiligung des Schulfachlichen Dezernenten der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Alp Turan, der Bildungsdezernentin Christa Frenzel, der Leiterin des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie, Dr. Roswitha Krum und der Bildungskoordinatorin der Stadt Salzgitter, Nadja Koszudowski, angesetzt.

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