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Sicherheit an Kreuzungen: Bürger diskutierten mit ADFC und VCD

23. Juni 2018
Auf dem Wolfenbütteler Umweltmarkt wurde zum Thema "Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern an Kreuzungen" gesprochen. Foto: ADFC
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Wolfenbüttel. Auf dem Wolfenbütteler Umweltmarkt luden ADFC und VDC zum Diskutieren und Mitreden ein. Es ging um das Thema "Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern an Kreuzungen". Wie ADFC und VDC in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, wurde rege an den Gesprächen teilgenommen.

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„Ein Abbiegeassistent für LKW, der sich nicht abschalten lässt! Das wäre hilfreich, damit es gerade an dieser Kreuzung nicht noch zu weiteren Unfällen zwischen Radlern und LKW kommt. Ich wohne hier am Neuen Weg und mir wird jetzt erst klar, was man hier als Verkehrsteilnehmer alles beachten muss.“

Die Passantin hatte sich auf dem gemeinsamen Stand von VCD und ADFC auf dem Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM) informiert. Eine Fotoserie aus dem Blickwinkel Radfahrer/Fußgänger und Autofahrer veranschaulichte die Situation Ecke Neuer Weg/Grüner Platz.

In zahlreichen Gesprächen ging es um die Vermeidung von Unfällen beim Abbiegen nach rechts an Kreuzungen mit Ampelsteuerung. Vier tote Radler, je zwei am Grünen Platz und zwei gegenüber dem Schützenplatz sind den letzten Jahren zu beklagen.

„Die vielfältigen Vorschläge der Gesprächsteilnehmer zeigen uns eindeutig, dass die Vision Zero der richtige Weg ist. Jeder Mensch, der im Straßenverkehr verletzt wird oder gar zu Tode kommt, ist einer zu viel“, stellen Martin Zimmermann vom VCD und Peter Heinemeyer vom ADFC fest.

Die Vorschläge der Passanten zur Verbesserung der Verkehrssituation waren breit gefächert.

• Bessere Wahrnehmung durch größere Nähe! Der Radweg soll direkt neben der Fahrbahn, ohne die trennende Grünpflanzung, geführt werden.
• Die Furt soll besser zu sehen sein! Die Farbe muss erneuert werden,
• Rad-/Fußgänger-Piktogramme müssen auf die Fahrbahn!
• Statt der gestrichelten weißen Linien am Zebrastreifen sind Leuchtstreifen geeigneter.
• Die Zahl der Wegweiser ist von 10 auf maximal zwei je Richtung zu reduzieren.

Die Forderung, die Furt von der Kreuzung weiter weg zu rücken, stieß auf Protest. Erschwernis für Radler durch schwierige Richtungswechsel, Blickkontakt mit dem Autofahrer sei nur schwer möglich. Man verwies auf schlechte Erfahrungen mit einer solchen Regelung in Höhe Mac Donalds an der Adersheimer Straße stadtauswärts.

Es gab auch Forderungen, die Ampelschaltung so zu ändern, dass Autofahrer und Radfahrer/Fußgänger nicht gleichzeitig grün haben. Diese Idee wiesen andere zurück, weil die reduzierten Grünphasen vermutlich zu Lasten des Radverkehrs gehen würden.
„Und wichtig ist erst einmal der Schulterblick“ sind sich ADFC und VCD einig.

 

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