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So kriminell begann das neue Jahr in der Region

8. Januar 2018 von
Symbolfoto: Alexander Panknin
Region. Grad einmal acht Tage schreiben wir im Jahr 2018 und schon hat es etliche Verbrechen in der Region gegeben. Alles begann bereits in der Silvesternacht mit dem dramatischen Fall um die 12-jährige Emire, der nach einer Schussverletzung im Oberkörper in einer Notoperation das Leben gerettet werden musste. Doch das war nur der Anfang.

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Mädchen niedergeschossen
In der ersten Tagen des Jahres war bereits Einiges los in der Region. Vor allem die kriminellen Vorfälle häufen sich gefühlt sehr. Nach dem tragischen Vorfall des in Salzgitter niedergeschossenen Mädchens in der Silvesternacht ging es erst richtig los.

Mit der Waffe zum Einkaufen
Am Dienstag, 2. Januar, kam es gegen 14.20 Uhr auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Gutenbergstraße in Goslar zu einem heftigen Streit zwischen einem 21-jährigen Goslarer und einem 41-jährigen Seesener. Der Seesener soll auf den Goslarer losgegangen und ihn am Hals gepackt haben. Daraufhin habe der Angegriffene plötzlich eine Schreckschusswaffe gezogen. Gegen beide Männer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Besonders der 3. Januar hatte es in sich

SEK schießt auf bewaffneten Angreifer
Am Mittwochmorgen, 3. Januar, musste das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Hannover anrücken, um einen suizidgefährdeten Mann zu stoppen. Dieser hatte angedroht sich von der Polizei töten lassen zu wollen. Um 15.35 Uhr trat der Mann plötzlich vor das Haus und bewegte sich mit einer Waffe auf die Einsatzkräfte zu und machte Anstalten, diese zu beschießen.

Spielhallenüberfall in Salzgitter-Lebenstedt
Am frühen Morgen des 3. Januar überfielen bislang unbekannte Täter eine Spielhalle in der Chemnitzer Straße in Salzgitter Lebenstedt. Dabei fesselten sie eine Angestellte, zerstörten zehn Spielautomaten und nahmen sogar die Festplatten der Überwachungskameras mit. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.

Die Spielhalle in der Chemnitzer Straße nach dem Überfall. Foto: Frederick Becker

Rettung in letzter Sekunde
Am Mittwoch, 3. Januar, versuchte ein 47-jähriger Mann aus Salzgitter am frühen Morgen vermutlich eine 36-jährige Frau abzustechen, die gerade in ihrem Auto saß. Im letzten Moment konnte eine Zeugin eingreifen und den Arm des Mannes festhalten. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Polizeihubschrauber im Einsatz
Am frühen Abend des 3. Januars haben zwei Unbekannte versucht, mit brachialer Gewalt in ein Haus einzudringen. In der sofort eingeleiteten Fahndung waren unter anderen ein Hubschrauber der Bundespolizei und Diensthunde aus Braunschweig eingesetzt. Die Täter konnten jedoch nicht festgenommen werden.

Aber auch danach ging es direkt weiter

Raubüberfall in Gifhorn
Am darauf folgenden Freitagabend, 5. Januar, kam es gegen 20 Uhr zu einem Raubüberfall auf einen Getränkemarkt im Pommernring in der Südstadt Gifhorns. Unter Vorhalt eines Messers forderten zwei maskierte Täter vom Kassierer Bargeld, welches dieser in eine von den Tätern mitgebrachte Tasche stecken musste. Auch in diesem Fall laufen die Ermittlungen, da die Täter in unbekannte Richtung flüchten konnten.

Raubüberfall in Groß Denkte
Nur einen Tag später, am vergangenen Samstagabend, haben es Kriminelle auf einen Supermarkt an der Leipziger Straße in Groß Denkte im Landkreis Wolfenbüttel abgesehen. Gegen 21 Uhr drangen drei männliche, maskierte Personen in den Markt ein und drängten die Angestellten unter vorgehaltener Schusswaffe zur Herausgabe des Geldes. Die Täter konnten mehrere hundert Euro erbeuten und anschließend die Flucht ergreifen. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

Der betroffene Netto-Markt in Groß Denkte. Foto: Anke Donner

Taxifahrer wird durch Gäste verletzt
Wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt die Polizei Wolfsburg nach eigenen Angaben gegen vier unbekannte Fahrgäste, die zusammen in einem Taxi unterwegs waren. Sie wollten am frühen Sonntagmorgen des 7. Januars das Fahrgeld in Höhe von 13,90 Euro nicht zahlen. Als der 53 Jahre alte Taxifahrer anhielt, gelang es ihm einen Fahrgast festzuhalten. Als der Festgehaltene auf den 53-Jährigen einschlug und die drei Komplizen zurückkamen, wurde der Fahrer umgestoßen und erhielt am Boden liegend Tritte.

Fahrgast schlägt und beißt um sich
Wegen Widerstand gegen Polizeibeamte, Körperverletzung und Betrug muss sich ein 24 Jahre alter Helmstedter strafrechtlich verantworten. Er hatte am späten Sonntagabend sein Fahrgeld für das in Anspruch genommene Taxi nicht zahlen wollen. Im Verlauf des Einsatzes der Polizei habe der 24-Jährige auf drei Polizisten im Alter von 53, 45 und 39 Jahren eingeschlagen. Der 39-jährige Kriminalkommissar sei nach Informationen der Polizei von dem Mann auch gebissen worden.

Verfolgungsjagd nach Beamtenbeleidigung
Zuletzt haben wir noch einen brandaktuellen Vorfall vom Morgen des heutigen Montags. Zuerst missbrauchte ein 51-jähriger Salzgitteraner mehrfach die Notrufnummer der Polizei Lebenstedt, um die Beamten zu beleidigen. Doch scheinbar reichte ihm das nicht aus. Anschließend provozierte er Beamte der Polizei Hildesheim zu einer Verfolgungsjagd, die erst von einem mutigen Anwohner beendet werden konnte. Etwa 30 Minuten sei die Verfolgungsjagd ohne erkennbares Ziel durch verschiedenen Orte gegangen.

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