„Spät-Vorstellung“ des 33. Internationalen Filmfestivals startet

22. Oktober 2019
Eine Aufnahme von einem früheren Filmfestival. Symbolbild: Sina Rühland
Braunschweig. 1989 präsentierte das Filmfest „Filme aus der DDR“ – eine Werkschau des DEFA-Regisseurs Roland Gräf. Am 9. November 1989 erlebte er als Gast des Filmfests, zusammen mit seiner Frau, der Dramaturgin Christel Gräf, und der Schauspielerin Jutta Wachowiak, die Öffnung der Mauer in Braunschweig. Dies teilt das Braunschweiger International Filmfestival mit.

30 Jahre danach beleuchtet das Filmfestival mit einem mehrteiligen Projekt dieses historische Ereignis: mit dem Fokus auf die letzte Generation der DEFA-Regisseur*innen und Schauspieler*innen.

Bereits am 1. und 2. November jeweils ab 19:00 Uhr ist die Schauspielerin Jutta Wachowiak mit dem Stück „Jutta Wachowiak erzählt Jurassic Park“ am Staatstheater Braunschweig im Haus 3 zu Gast.

Fotoausstellung im Landesmuseum

Im Braunschweigischen Landesmuseum zeigt das Festival ab dem 9. November die Fotoausstellung „Meine LAST PICTURE SHOW“ mit Arbeiten des Regisseurs und Kameramanns Roland Gräf.

Das 33. Internationale Filmfestival Braunschweig (19. – 24. November 2019) zeigt sechs Filme und ein Kurzfilmprogramm – vorwiegend DEFA-Produktionen – die eine Zeit kurz vor und kurz nach 1989 reflektieren. Sie weisen über den historischen Moment hinaus – zurück und nach vorn.

Die Veranstaltungsreihe „Spät-Vorstellung“ endet mit dem Abschlussgespräch „Dann kam die „Wende“ – alles wurde anders“ am 24. November um 15 Uhr im LOT-Theater. Über ihre Erfahrungen im Vereinigungsprozess sprechen Regisseurin Helke Misselwitz, Regisseur Andreas Kleinert und Ralf Schenk, Vorsitzender der DEFA-Stiftung. Es moderiert Filmwissenschaftlerin Cornelia Klauß.

Ostdeutsche kommen zu Wort

Beim Projekt „Spät-Vorstellung 30 Jahre danach“ kommen diejenigen zu Wort, die in der sogenannten Wendezeit kaum gehört wurden, weil die westliche Perspektive dominierte. Wie war das Leben in der DDR über den reflexartig wiederholten Dreiklang – Stasi, Diktatur, Unrechtsstaat – hinaus und was wollten die Menschen in der DDR verändern? Wie waren ihre Erfahrungen im Vereinigungsprozess? Das Projekt soll hier einen Beitrag für ein differenzierteres Bild leisten.

Die Filme der Retrospektive:

Kurzfilmprogramm mit
DIE FLUT (DDR 1986), Regie: Lutz Dammbeck , 10 Min., Farbe, Animationsfilm,
KEHRAUS (D 1990), Regie: Gerd Kroske, 29 Min., s/w, Dokumentarfilm,
TUBA WA DUO (DDR 1989), Regie: Jörg Foth, 12 Min., Farbe, Dokumentarfilm
TANGO TRAUM, (DDR 1985), Regie: Helke Misselwitz, 20 Min., Farbe, Dokumentarfilm, DAS FREIE ORCHESTER, (DDR 1988), Regie: Petra Tschörtner, 17 Min., Dokumentarfilm, DIE LÖSUNG (DDR 1987), Regie: Sieglinde Hamacher, 4 Min., Farbe, Animationsfilm
Di, 19.11. | 16:45 Uhr | Universum 2

MÄRKISCHE FORSCHUNGEN, DDR 1982, 96 Min., Regie: Roland Gräf
Mi, 20.11. | 17:00 Uhr | Astor Filmtheater 2 – Gast: Monika Schindler (Schnitt)

BERLIN-PRENZLAUER BERG Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990
DDR 1990, Dokumentarfilm, Regie: Petra Tschörtner | 80 Min., s/w, OmeU
Fr, 22.11. | 21:00 Uhr | Universum 2 – Gast: Jochen Wisotzki (Drehbuch)

LETZTES AUS DER DaDaeR, DDR 1990, Regie: Jörg Foth, 86 Min., Farbe
Do, 21.11. | 17:00 Uhr | Universum 2 – Gast: Regisseur Jörg Foth

WINTER ADÉ, DDR 1988, Dokumentarfilm, Regie: Helke Misselwitz, 116 Min., s/w
Sa, 23.11. | 14:15 Uhr | Universum 2 – Gast: Regisseurin Helke Misselwitz

WEGE IN DIE NACHT Deutschland 1998/99, Regie: Andreas Kleinert | 96 Min., s/w
Sa, 23.11. | 16:45 Uhr | Universum 2 – Gast: Regisseur Andreas Kleinert

GUNDERMANN Deutschland 2018, Regie: Andreas Dresen | 127 Min., Farbe
So, 24.11. | 12:45 Uhr | LOT Theater

Eröffnung der Fotoausstellung „Meine LAST PICTURE SHOW“ am 9.11.2019, 18:30 Uhr, Braunschweigisches Landesmuseum, Burgplatz 1.
Es begrüßen Dr. Heike Pöppelmann (Direktorin Braunschweigisches Landesmuseum), Peter Wentzler, Marit Vahjen (Filmfestival Braunschweig). Einführung: Prof. Dr. Rudolf Jürschik (Filmwissenschaftler / Chef-Dramaturg DEFA Studio für Spielfilme), 20:00 Uhr Film: BANKETT FÜR ACHILLES, DEFA Studio für Spielfilme 1975, Regie: Roland Gräf

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