Stadt und Polizei wollen für mehr Sicherheit in Salzgitter sorgen

16. Juli 2019 von
Von links: Stadtrat Eric Neiseke, Innenminister Boris Pistorius, Volker Warnecke, Leiter Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel und Roger Fladung, Vizepräsident Polizeidirektion Braunschweig bei der Unterzeichnung des Vertrags. Foto: Rudolf Karliczek
Salzgitter. Am heutigen Dienstag wurde zusammen mit der Polizei, dem Ordnungsdienst der Stadt Salzgitter und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius eine Sicherheitspartnerschaft unterzeichnet, die dafür sorgen soll, dass das Sicherheitsgefühl der Bürger in und um Salzgitter wieder gestärkt wird.

Statistisch gesehen stehe es um die Sicherheit in Salzgitter nicht anders, als in anderen Kommunen auch. Niedersachsen sei so sicher, wie seit 35 Jahren nicht mehr. Salzgitter mache da keine Ausnahme, wie die Kriminalstatistik zeigt. Dennoch würden sich die Menschen in Salzgitter zunehmend unsicher fühlen. „Auch, wenn die Kriminalität in Salzgitter nicht höher ist, als in anderen Städten, so sorgen die spektakulären Einzelfälle, die durch die Medien gehen, für Aufregung. Wenn zum Beispiel ein Mensch auf offener Straße erschossen wird oder durch eine Messerattacke mehrere Menschen verletzt werden, dann macht das Angst“, erklärt Volker Warnecke, Leiter der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel.

„In Salzgitter sind viele Flüchtlinge in die leerstehenden Wohnungen gezogen. Viele Menschen mit Migrationshintergrund leben hier auf engsten Raum. Das führt zu sozialen Problemen, denen man sich jetzt annehmen muss“, wie Boris Pistorius mitteilt. Das geschehe am besten durch Integration. Dadurch würden bestimmte Probleme gar nicht erst aufkommen. 

Frühzeitige Integration ist wichtig

Ein Lösungsweg soll dabei die Erweiterung einer Sicherheitspartnerschaft spielen, die bereits seit 2002 besteht. Diese wurde unter anderem durch die Frage der Integration und Unterstützung durch Sozialarbeit erweitert. Aber auch die Präsenz auf den öffentlichen Plätzen soll erweitert werden. Ordnungsamt und Polizei sollen den Bürgern zeigen, dass sie im Notfall eingreifen können. Vor allem stehe aber der Dialog im Vordergrund. Statt lediglich Strafen zu verhängen, soll den Personen erklärt werden, warum das jeweilige Verhalten von der breiten Masse als falsch angesehen werde.

Als Grundvoraussetzung dafür steht aber auch die Sprache im Vordergrund. Um langfristig eine funktionierende Integration zu schaffen, setzen Polizei, Ordnungsamt und Kommune bei den Kindern an. Ziel ist es hier bereits an den Kindergärten und Schulen die Voraussetzungen für einen idealen Dialog zu schaffen. „Das fängt im frühkindlichen Bereich in den Kitas an und geht weiter bis in die Schule und Sportvereine. Über die Kinder erreicht man auch die Eltern“, so Stadtrat Eric Neiseke. Viele Maßnahmen würden bereits laufen.

 

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