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Straßen nicht mehr sicher: Knapp 60 Millionen notwendig

13. September 2018 von
Etliche Straßen sind in einem schlimmen Zustand. Symbolfoto: Anke Donner
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Salzgitter. Die Verwaltung der Stadt Salzgitter fertigt regelmäßig alle zwei Jahre einen Bericht zum Zustand der Straßen an. Er soll einen Überblick über das Straßennetz mit seinem Umfang sowie Stärken und Schwächen geben. In dieser Form wurde er nach 2011, 2013, 2015 und 2017 zum fünften Mal erstellt.

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Im Jahr 2003/2004 wurde das Straßennetz im Bestand und Zustand erfasst. Die Erfassung des Zustandes erfolgte visuell durch Straßenbegeher, die sämtliche Schäden, wie Risse, Unebenheiten und weitere Abweichungen systematisch erfasst haben. Grundlage sind die gültigen Arbeitspapiere/Normen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Seit Mitte 2008 wird der Zustand der Straßen kontinuierlich in einem Rhythmus von 5 bis 7 Jahren nacherfasst.

Bei den Zustandswerten sei in den letzten Jahren eine gewisse Stagnation zu beobachten, so die Verwaltung. Große Deckensanierungsprogramme (wie 2010 und 2011) seien zuletzt nur auf kleinerem Niveau durchgeführt worden. Um den Zustand der Straßen zu halten, würden in den nächsten Jahren wieder verstärkte Deckensanierungen notwendig sein. Dies mindestens auf einem ermittelten mittleren Niveau von circa 1,73 Millionen Euro (siehe Deckensanierungsprogramm 2015 bis 2025).

Verkehrsgefährdung durch Straßenschäden

Bei den als sehr schlecht eingestuften Straßen seien Deckensanierungen oft technisch nicht mehr möglich. Besonders hervorgehoben wurde weiterhin die hohe Anzahl an Straßen, deren Zustand bereits mit einer Verkehrsgefährdung einhergehen würde. Diese Straßen weisen oft starke Schäden wie zum Beispiel Schlaglöcher oder sehr starke Rissbildung auf. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Anliegerstraßen. Eine altersbedingte Zunahme von schlechten Straßen könne nur durch entsprechende Investitionen kompensiert werden. Die Investitionen müssten sich jedoch an den Möglichkeiten der Gesamtfinanzierung der Stadt Salzgitter orientieren.

Als wünschenswert nannte die Verwaltung demnach mehr Investitionen für die Erneuerung von Straßen – insbesondere bei den erwähnten Anliegerstraßen – aber auch wieder verstärkte Deckensanierungen im Haupt- und Sammelstraßennetz. Der aufgelaufene „Investitionsstau“ zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit beziffert sich auf circa 59,1 Millionen Euro.

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