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Valentinstag: Abzockfallen bei der Suche nach dem Traumpartner

13. Februar 2018
Eine Beziehung ist schon oft teuer. Doch die Suche nach einer kann oft noch teurer werden. Symbolfoto: Anke Donner
Braunschweig. Immer mehr Menschen nutzen Partnerbörsen im Internet, um die große Liebe zu finden. Gerade zum Valentinstag steigen die Zugriffszahlen. Doch was so praktisch und komfortabel daherkommt, hat seine Tücken: Fragwürdige Leistungen, überhöhte Rechnungen oder ein ungewollter Abo-Abschluss seien nur einige der Gefahren, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen in ihrer Pressemitteilung.

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Oft endee die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin mit Enttäuschung und Geldverlust. Mit den Tipps der Verbraucherzentrale tappen Partnersuchende nicht in die Falle:

Vertragspartner kennen

Einen Blick in das Impressum werfen: Sitzt der Anbieter im Ausland, ist es oft mühsam, Rückzahlungsansprüche durchzusetzen. Insbesondere, wenn ein Unternehmen seinen Sitz außerhalb der EU hat, etwa in der Schweiz oder in der Türkei.

Leistungen checken

Verbraucher sollten vorab prüfen, welche Leistungen sie tatsächlich erwarten können: Werden passende Partnervorschläge übermittelt oder nur Zugang zu einem Portal gewährt, um selbst nach einem Partner zu suchen? Bei manchen Online-Dating-Plattformen kommunizieren auch Mitarbeiter des Anbieters anstelle echter Singles. Aufschluss geben die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Vorsicht bei kostenloser Mitgliedschaft und Testangeboten

Kostenfreie Mitgliedschaften ermöglichen in der Regel keinen Austausch mit anderen Partnersuchenden und sind daher nutzlos. Auch bei Testangeboten wie „1 Euro
für 14 Tage“ sollten Verbraucher vorsichtig sein. Diese Verträge verlängern sich nach Ablauf der Testphase oft in teure Mitgliedschaften. Da die Bankdaten vorliegen, wird der Folgebetrag einfach abgebucht.

Laufzeit richtig wählen

Je länger die Laufzeit, desto günstiger der monatliche Beitrag. Aber: Gefällt das Angebot nach ein oder zwei Monaten nicht mehr, sind Kunden an die Vertragslaufzeit gebunden. Wer eine kurze Laufzeit wählt, kann ohne großes finanzielles Risiko sehen, ob ein Angebot den Vorstellungen entspricht.

Vertrag rechtzeitig kündigen

Viele Verträge sehen eine automatische Verlängerung vor. Nutzer sollten daher immer die AGB prüfen und gegebenenfalls rechtzeitig kündigen – am besten zeitnah nach Vertragsschluss und per Einwurf-Einschreiben. Das Kündigungsschreiben muss bis zum Kündigungstermin beim Anbieter eingegangen sein.

Nicht sofort für den gesamten Zeitraum bezahlen

Einige Anbieter fordern, dass vorab für die gesamte Laufzeit bezahlt wird oder fordern eine hohe Anzahlung. Besser ist eine monatliche Zahlweise – auch, wenn sie etwas teurer ist. Im Streitfall müssen Verbraucher ihrem Geld nicht hinterherlaufen.

Frist für Widerruf beachten

Wer nach ein paar Tagen merkt, dass das Angebot nicht den Erwartungen entspricht, kann den Vertrag innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsschluss widerrufen.

Kleingedrucktes zum Datenschutz genau lesen

Manche Anbieter behalten sich vor, Profile auch auf weiteren Portalen zu verwenden. So wäre es möglich, dass ein Profil auch auf einer Erotikplattform zu finden ist, bei der sich der Nutzer nie angemeldet hat. Von solchen Angeboten sollten Verbraucher Abstand nehmen.

Daten löschen lassen

Alle persönlichen Daten sollten nach Vertragsende gelöscht werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fordert den Anbieter ausdrücklich dazu auf und lässt sich die Datenlöschung schriftlich bestätigen.

Rechtliche Beratung der Verbraucherzentralen nutzen

Fordert der Anbieter nach Widerruf oder Kündigung hohen Wertersatz, sollten Verbraucher diesen nicht voreilig zahlen, sondern sich rechtlich beraten lassen.

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