ver.di: Pflegekammer maßt sich neue Zuständigkeiten an

5. November 2019
Symbolfoto: Pixabay
Braunschweig. Die heftig umstrittene und von den Beschäftigten mehrheitlich abgelehnte niedersächsische Pflegekammer maßt sich erweiterte Zuständigkeiten an. Zusammen mit den Beitragsbescheiden für 2019 und Zahlungserinnerungen für 2018 informiert die Kammer jetzt ihre Pflichtmitglieder, was sie sich alles zutraut. Dies teilt ver.di Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen mit.

In Ihrem Begleitbrief schreibe die Kammer unter anderem: „Auch in der Pflege ist eine starke, solidarische und vertrauensvolle Gemeinschaft Voraussetzung, damit die Pflegekammer für Sie daran arbeiten kann, Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Pflegequalität zu verbessern.“

ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller aus Braunschweig: „Da nimmt sich die Kammer einiges vor, wofür sie nicht zuständig ist und wo sie auch nichts bewegen kann.“ Dabei habe sie weder die Kompetenzen noch die Macht, die Arbeitsbedingungen oder die Entlohnung zu verbessern. Wertmüller: „Weder bei der Finanzierung, noch bei der Frage der Gehälter, noch bei der Personalausstattung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen hat die Kammer was zu sagen und sitzt mit am Tisch.“

Die Pflegekammer versuche wohl, ihre unfreiwilligen und unzufriedenen Mitglieder von ihrer angeblichen Bedeutung zu überzeugen. ver.di fordert eine ehrliche Evaluierung der Kammer und endlich eine Befragung aller Pflegebeschäftigten zur Kammermitgliedschaft (Vollerhebung). Wertmüller: „Alternativen von ver.di zum jetzigen Kammermodell liegen auf dem Tisch. Eine Zwangsmitgliedschaft muss nicht sein.“

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