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Welche Ausstattung ist für den Start in der Gastronomie notwendig?

28. Februar 2018
Symbolfoto: pixabay
Businessplan ist geschrieben, passende Immobilie gefunden und alle nötigen Papiere sind eingereicht. Was jetzt noch fehlt für das künftige Restaurant ist die Ausstattung. Aber was braucht man eigentlich, was kann warten bis später, und was ist völlig unnötig? Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten.

Ausstattung muss zur Gastronomie passen

Dass eine Bahnhofskneipe andere Tische und Stühle benötigt als ein Nobelrestaurant, dass die Pizzeria andere Geräte in der Küche braucht als das Sushi-Restaurant, versteht sich von selbst. Aber auch fern von nationalen Küchen und der Zielgruppe gibt es Unterschiede. Gastronomiebetriebe können als Küche und separater Restaurantraum eingerichtet werden, können aber auch offen über eine Theke vom Kochbereich in den Restaurantbereich übergehen. Sowohl Herde und Öfen als auch Tresen, Tische und Bestuhlung müssen der jeweiligen Situation angepasst sein.

Mehr als nur ein paar Teller

Ganz egal, um welche Art von Gastronomie es sich handelt: Mit ein paar Tellern und Tassen ist die Sache nicht erledigt. Gastronomische Betriebe bedienen bisweilen recht große Gästescharen, so dass das Kochgeschirr auch den Mengen angepasst werden muss. Große Töpfe und Pfannen, die zu den entsprechenden Kochstellen passen, sowie Bleche für die speziellen Öfen sind ein Muss. Das Kochbesteck gehört ebenso zur Grundausstattung wie das Geschirr für die Gäste. Wer einen Schnellimbiss eröffnen will, braucht natürlich anderes Geschirr als eine Pizzeria oder ein indisches Restaurant. Teller, Schalen, Tassen, Gläser und Besteck müssen in ausreichender Anzahl angeschafft werden, und sie müssen auch irgendwo verwahrt werden: Regale und Schränke, die den Arbeitsablauf einfach halten, gehören zur Einrichtung.

Später ergänzen und aufbauen

Portale wie Gasoni.de haben sich auf die Ausrüstung von gastronomischen Betrieben spezialisiert. Hier findet man nicht nur alles, was man für einen guten Start braucht, sondern auch Ideen, was später ergänzt werden kann. Wer beispielsweise ein französisches oder spanisches Restaurant betreibt, wird langfristig planen und sich irgendwann einen entsprechenden Weinkeller zulegen. Es wäre aber unnötig, das Equipment schon zur Restauranteröffnung zu kaufen.

Das gilt auch für die Kücheneinrichtung. So mancher Gastronom hat sich im Verlaufe seines beruflichen Lebens umorientiert, das Restaurant neu eingerichtet und sich in die eine oder andere Richtung spezialisiert. Wenn dann beispielsweise aus der Tapas-Bar (Schwerpunkt Häppchen und Spirituosen) ein vollwertiges Restaurant (Schwerpunkt spanische Küche, daneben Barbetrieb mit Häppchen) wird, muss die Einrichtung entsprechend angepasst und gegebenenfalls ergänzt werden.

Gut geplant ist besser als nur zusammengestellt

Wie bei allen Schritten zur Eröffnung eines Start-Ups gilt auch für gastronomische Betriebe, dass gute Planung wichtig ist. Die Einrichtung und Ausstattung kann nur festgelegt werden, wenn die Ausrichtung des Betriebs bereits bekannt ist. Und wenn die Räume bekannt sind. Denn viele Arbeitsabläufe ergeben sich erst, wenn der Raum ausgestattet ist: Wo genau sollen die Teller verstaut werden? Wo werden die Servietten aufbewahrt? Hier noch ein Tisch als Ablage, dort noch ein Regal für Tischtücher und einen Besteckkasten: Solche Gegebenheiten sieht man erst, wenn man im Raum steht und die Wege des Personals im Kopf durchgeht. Für eine sinnvolle Planung und Einrichtung sind regelmäßige Ortsbegehungen wichtig. Und natürlich muss ausreichend Platz gelassen werden, um das ein oder andere Stück ergänzen zu können, wenn die berufliche Praxis es erfordert.

Übrigens lohnt der Besuch der ein oder anderen Gastronomiemesse im Vorfeld: Hier lernt man neues Küchengerät kennen, dass sich unter Umständen schnell als sinnvoll erweist, holt sich Ideen und Anregungen, kann sich mit Spezialisten austauschen. Außerdem kann man Kontakte knüpfen, die sich später bewähren.

Bei der Planung der Ausstattung müssen übrigens auch die gesetzlichen Vorschriften beachtet werden. Hygienestandards müssen eingehalten werden, es gibt beispielsweise Vorschriften zur Handdesinfektion, zur Verarbeitung verschiedener Lebensmittel und dergleichen. Auch das muss bei der Planung von Mobiliar bedacht werden. Vorschriften regeln, welche Art und Anzahl an sanitären Anlagen vorhanden sein muss: Auch die Toiletten für Gäste, die Waschbecken, eventuell vorhandenen Handtuchregale und dergleichen gehören zur Ausstattung.

Und wenn das alles geplant und durchdacht ist, sollte man sich um die steuerlichen Aspekte der Ladenausstattung kümmern: Die Anschaffungskosten können abgesetzt werden, aber nur in einem bestimmten Rahmen. Dabei hilft der Steuerberater.

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