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Zu wenig Frequenz: Kein Zebrastreifen für die Seesener Straße

23. Februar 2018 von
Symbolfoto: Alexander Panknin
Immendorf. Der Ortsrat der Ortschaft Ost hatte die Verwaltung gebeten, zur Verbesserung der Schulwegs- und Verkehrssicherheit auf der Seesener Straße im Bereich der Bushaltestelle einen Zebrastreifen zu installieren. In der Sitzung am Donnerstag gab es nun die Antwort. Die Zahl der Fußgänger ist dafür zu gering.

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„Durch die relativ gerade Streckenführung der Seesener Straße im Stadtteil Salzgitter-Immendorf konnte schon öfters beobachtet werden, wie Kraftfahrzeugführer hier eine sehr sportliche Fahrweise an den Tag legen“, heißt es im Antrag, der von Ortsratsmitglied Ercan Kilic (Die Grünen) eingebracht wurde. Hier hätten Fußgängerinnen und Fußgänger, die spazieren gehen und auch Schulkinder, die an den Bushaltestellen aus dem Bus aussteigen, keine sichtbare ausgewiesene Überquerungsmöglichkeit, um von einer Straßenseite zur anderen zu gelangen. Es gebe in Höhe der Bushaltestellen eine Straßenverengung, doch hier werde den dort heranfahrenden Verkehrsteilnehmern nicht angezeigt, dass Fußgänger, die diese Straße überqueren möchten, Vorrang haben. Aus diesem Grund solle an dieser Stelle ein Zebrastreifen installiert werden.

„Die Einrichtung eines Fußgängerüberweges (Zebrastreifen) ist nach den rechtlichen Vorschriften nur dann möglich, wenn gewisse Mindestverkehrsstärken hinsichtlich Fahrzeugbelastung auf der Straße und Anzahl der Fußgängerquerungen vorhanden sind“, heißt es in der Antwort der Verwaltung. Wenn diese Konstellation zischen Kfz-Belastung und Fußgängerquerverkehr nicht vorliege, sei eine Schutzfunktion des Fußgängerüberweges nicht gegeben.

Zahl wird bei weitem nicht erreicht

Auf der Seesener Straße werde die notwendige Anzahl an Fußgängerquerungen bei weitem nicht erreicht. Die Kraftfahrer würden daher regelmäßig keine querenden Fußgänger antreffen und diesen Überweg dann auf die Dauer nicht mehr wahrnehmen. Als Folge ergäben sich dann erst recht gefährliche Situationen.

Seit 2011 keine Unfälle

Eine Nachfrage bei der Polizei habe ergeben, dass es seit 2011 keinen Verkehrsunfall mit Fußgängerbeteiligung gegeben hat. Der Bereich sei demnach auch in dieser Hinsicht völlig unauffällig. Aus diesen Gründen werde von Polizei und Unterer Straßenverkehrsbehörde die Einrichtung eines Fußgängerüberweges nicht befürwortet. Dem Ortsratsantrag werde daher nicht gefolgt.

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